Vorwürfe gegen Ed Westwick

08. November 2017 07:27; Akt: 08.11.2017 07:31 Print

«Er drückte mich runter und vergewaltigte mich»

Auf Facebook schreibt Schauspielerin Kristina Cohen, dass sie vor drei Jahren von Ed Westwick zum Sex gezwungen worden sei. Dieser bestreitet die Vorwürfe vehement.

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Nachdem der Weinstein-Skandal vor einem Monat aufgedeckt wurde, erzählen immer mehr Frauen ihre Geschichten. Das jüngste Beispiel ist Kristina Cohen (27). Sie postete gestern auf Facebook eine lange Message. Sie sei vor drei Jahren ebenfalls vergewaltigt worden, und zwar vom britischen Schauspieler Ed Westwick (30). Vor drei Jahren, als ihre Mutter an Krebs starb, ereignete sich der Vorfall. Ihren Schmerz habe sie tief in sich vergraben. Noch immer kämpfe sie mit dem Gefühl, dass es ihre Schuld gewesen sei – obwohl sie das Opfer sei. Sie datete damals einen Produzenten ... ... über den sie dann Westwick kennen gelernt hat. Der Produzent brachte sie in das Apartment des Briten, wo alle zusammen abhingen. Doch schon bald sei ... ... die ganze Situation sehr unangenehm geworden. «Ich wollte gehen, als Ed vorschlug, dass wir alle Sex haben sollten», schrieb Cohen auf Facebook. Der Produzent habe nicht gewollt, dass sie gehe, damit die ganze Sache nicht peinlich werde für Westwick. Sie blieben danach zum Essen und Cohen machte Anstalten, zu gehen. Doch ihr Date sagte, sie würden nur noch 20 Minuten bleiben. «Also ging ich auf Eds Angebot hin ins Gästezimmer, um ein wenig zu schlafen», berichtet sie. Sie sei dann auch bald eingeschlafen, dann aber abrupt aufgeweckt worden. Westwick sei auf ihr gelegen und habe mit seinen Händen an ihrem Körper herrumgefummelt. «Ich sagte ihm, er solle aufhören, aber er war zu stark», beschreibt die Schauspielerin die Situation. Sie habe mit aller Kraft versucht, ihn wegzustossen – er sei aber zu stark gewesen. Er habe danach ihr Gesicht gepackt und gesagt, dass er sie fi**** wolle. «Ich war wie paralysiert, verängstigt. Ich konnte nicht sprechen oder mich bewegen. Er drückte mich runter und vergewaltigte mich», schildert sie die Tat. Es war ein Albtraum und die nächsten Tage seien nicht weniger schlimm gewesen. Der Produzent gab ihr die Schuld und sagte ihr, dass sie freiwillig mitgemacht habe und es gewollt habe. Sie dürfe auch nichts sagen, weil sonst ... ... Westwicks Leute ihre Karriere zerstören würden. «Er sagte, es wäre keine Option, dass ich es veröffentlichen kann. Und dass ich nicht das Mädchen sein wolle, das von Ed vergewaltigt wurde», schreibt sie. Und sie wollte auch nicht das Mädchen sein und glaubte ihm. Erst jetzt habe sie realisiert, dass es nicht ihre Schuld war und dass sie früher etwas hätte machen sollen. Sie hofft, dass ihre Geschichte andere dazu bewegen wird, auch ihre Geschichte zu erzählen. «Sie sind nie die Schuldigen, und es ist nicht ihr Fehler», schreibt Cohen. Die Frauen und Männer, die in letzter Zeit an die Öffentlichkeit gegangen seien, hätten sie dazu inspiriert, auch ihre Geschichte zu erzählen. Sie hoffe, dass sie anderen damit helfe.

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Nachdem der Weinstein-Skandal vor rund einem Monat ans Licht kam, treten immer mehr Frauen hervor, um über ihre eigenen Erfahrungen zu reden. Seither wurden etliche weitere, bekannte Stars der sexuellen Belästigung beschuldigt. Nun wird dem britischen Schauspieler Ed Westwick (bekannt geworden als Chuck Bass in «Gossip Girl») vorgeworfen, vor drei Jahren Kristina Cohen (27) vergewaltigt zu haben.

Auf Facebook postete sie ihre Geschichte und schrieb, dass sie lange damit zu kämpfen hatte. Sie habe Westwick (30) über einen damaligen Freund kennen gelernt. Eines Tages landete sie dann in Westwicks Apartment, wo sie sich ausruhen wollte – jedoch vom Briten zum Sex gezwungen worden sein sollte.

Hier können sie den originalen Post von der Schauspielerin lesen:

Zum schweren Vorwurf äusserte sich der Schauspieler, der in der Rolle des Fieslings Chuck Bass in der Hit-Serie «Gossip Girl» bekannt wurde, noch am gleichen Tag auf Instagram. Er weist die Beschuldigungen deutlich von sich: «Ich kenne diese Frau nicht. Ich habe mich nie in irgendeiner Art und Weise einer Frau aufgedrängt. Und auf gar keinen Fall habe ich je jemanden vergewaltigt», schreibt er.


(cts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Giussi am 08.11.2017 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Langsam reicht es

    Ich finde Gewalt gegen Frauen lässt sich mit nichts rechtfertigen. Es eine neu eine Mode geworden, dass Frauen in der öffentlichkeit einfach behaupten können sie seinen Vergewaltigt worden. Das ist massiv Ruf schädigend und kann (wird sicher auch) eingesetzt werden jemandem etwas heim zu zahlen. Es gilt ohne Beweise immer die Unschuldsvermutung. Wer dies öffentlich macht und die Anschuldigungen nicht beweisen kann gehört bestraft.

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  • peter am 08.11.2017 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    misstrauisch

    ich weiss nicht wem ich was glauben kann. Für mich ist auf jedenfall klar das es für einige eine möglichkeit ist wieder im Rampenlicht zu stehen.

  • Ina B. am 08.11.2017 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Facebook Gericht

    Sie hätte diese Vorwürfe lieber einem Richter vorgetragen, anstatt Facebook.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rbatouille am 08.11.2017 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Fangen wir doch bei uns an

    Den Kommentaren zufolge wäre es höchste Zeit, auch in der Schweiz mal ein bisschen aufzuräumen, mit diesen schleimigen Kerlen, die glauben, Frauen seien Geschäftsware. Solche brauchen wir nicht in unserem Land.

  • Julia Amgarten am 08.11.2017 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Gerne im direkten Gespräch

    Könnten sich die traurigen Basher hier nicht hinter ihren Pseudonymen verstecken, würden sie sich wohl kaum trauen, solche sexistischen Sprüche zu klopfen.

  • Prof. Dr. Abdul Nachtigaller am 08.11.2017 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Vorteil anderer

    Schon alleine die Tatsache, dass man durch sexuelle Gefälligkeiten einen Wettbewerbsvorteil hat, zeigt wie Machtpositionen ausgenutzt werden. Wer anderen durch körperliche oder hierarchische Begebenheiten überlegen ist, darf diesen Vorteil nicht ausnutzen. Solches Verhalten gehört bestraft und zwar immer.

    • Dr. Dr. Prof. Ing. Prügelpeitsch am 08.11.2017 16:05 Report Diesen Beitrag melden

      Der weltbeste Professor schreibt ...

      In Ihrem Sinne müssten demnach die meisten Frauen bestraft werden. Denn Frauen wissen, dass ihr Puschel wie ein Magnet auf Männer wirkt. Und das nutzen Frauen schon seit tausenden von Jahren aus. Auf die eine oder eben andere Art. Männer müssen mächtig sein, damit sie einfach an Frauen kommen. Frauen benötigen nur ihren Puschel, um an Männer zu kommen. Man könnte auch sagen, wer mit seinem Puschel versucht Karriere zu machen, der wird irgendwann auf die Schnauze fallen. Auf die eine oder andere Art. Ist es nicht so?

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  • Jeremia am 08.11.2017 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Kristina!

    Würde es ihrer Karriere wirklich helfen, wenn sie unhaltbare Vorwürfe gegen jemanden vorbringen würde, den sie nicht mal kennt? Wohl kaum. Ich vermute also, dass da was Wahres dran ist. Und solche schleimigen Typen, die glauben mit ihrem Geld und ihrer Macht alles tun zu dürfen, gehören öffentlich gedemütigt.

    • Prof. Dr. Abdul Nachtigaller am 08.11.2017 15:48 Report Diesen Beitrag melden

      @Jeremia

      Sie sollten die Anwesenden nicht mit Logik überfordern. Selbstverständlich ist Ihre Aussage völlig korrekt. Lindsay Lohan hat eindrucksvoll bewiesen, dass Aufmerksamkeit kein Garant für neue Rollen ist.

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  • Sami am 08.11.2017 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Gefährlicher "Trend"

    Vorneweg, ich verurteile Gewalt jeglicher Art an Frauen und Männern und mir tut es sehr Leid für alle, die sowas erleben müssen. Trotzdem beobachte ich diese Entwicklung mit Sorge und Misstrauen. Plötzlich kommen alle möglichen Gestalten aus ihren Löchern gekrochen und spielen das Opfer. Manches davon mag wahr sein, aber die Menge und die Art und Weise via Social Media, lässt Fragen offen. Die grossen Verlierer des ganzen sind die wahren Opfer sexueller Übergriffe. Irgendwann wird ihnen keiner mehr glauben. Traurig, dass manche das führe ihre Profilierungssucht ausnutzen.

    • Prof. Dr. Abdul Nachtigaller am 08.11.2017 15:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Sami

      Nein, die grossen Verlierer sind Chauvinisten aller Couleur.

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