Limousinen-Crash

09. Oktober 2018 22:35; Akt: 10.10.2018 01:33 Print

Fahrer hatte bereits Ärger wegen Drogen am Steuer

20 Opfer forderte der Limousinen-Unfall vergangenen Samstag. Erste Ermittlungen zeigen, dass der Fahrer bereits zwei Mal mit Drogen am Steuer erwischt wurde.

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Schwerer Unfall im US-Bundesstaat New York: Beim Unglück mit einer Limousine starben am Samstag 20 Menschen. (6. Oktober 2018) Die Polizei bestätigte am Sonntagnachmittag (Ortszeit) die Zahl der 20 Toten. In der Limousine waren 17 Freunde unterwegs. Der Fahrer der Limousine hatte bereits Ärger wegen Drogen am Steuer. Alle 18 Insassen einer Limousine seien ums Leben gekommen, darunter auch der Fahrer. Zudem seien zwei Fussgänger am Unfallort tödlich verletzt worden Unter den Toten sind Axel und Amy Steenberg. Auch die drei Schwestern von Amy Steenberg verstarben beim schrecklichen Unfall. Nach Angaben der Polizei überfuhr die Limousine eine Strassenkreuzung und prallte auf ein geparktes Fahrzeug. Der Unfall passierte vor einem Café, zu dem auch ein Laden gehört. Augenzeugen berichteten von einem Bild des Schreckens. Die Insassen der Stretch Limo seien unterwegs zu einer Hochzeitsfeier gewesen, sagte ein Augenzeuge. In späteren Berichten war von einer Geburtstagsfeier die Rede. Lokalmedien zitierten Polizeiangaben, wonach die Limousine offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Weitere Angaben zu der möglichen Unfallursache und zu der Identität der Opfer machte die Polizei zunächst nicht. Der Parkplatz vor dem Café sei voller Menschen und geparkter Autos gewesen, als der Unfall passierte. Am Samstag sei ein Grossaufgebot von Rettungskräften im Einsatz gewesen. Mehrere Verletzte seien per Helikopter in ein Spital ins nahe gelegene Albany geflogen worden.

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Immer mehr Details zum tragischen Limousinen-Unfall im Bundesstaat New York kommen ans Licht. Mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr am Samstag eine Stretch-Limousine über eine Kreuzung und krachte in ein geparktes Auto. Neben den 18 Limo-Insassen, starben auch zwei Fussgänger.

Die New Yorker Polizei teilte nach den ersten Ermittlungen mit, dass der Fahrer keine Erlaubnis hatte, eine Limousine mit mehr als 15 Insassen zu fahren. Eine lokale Zeitung berichtete ausserdem, dass er in den vergangenen Jahren bereits zwei Mal mit Drogen hinter dem Steuer erwischt wurde.

Besitzer der Mietwagenfirma war FBI-Informant

Auch der Besitzer der Mietwagenfirma hat keine weisse Weste. Wie «Daily Mail» berichtet, floh er 1994 aus Pakistan, wo er wegen Mordes verurteilt worden war, in die USA. Doch auch dort bekam er Ärger mit der Justiz.

Mehrere Jahre arbeitete der 62-Jährige als FBI-Informant. Er half vor allem, Korruption bei der Fahrzeugprüfung aufzudecken.

Mit der eigenen Prüfung nahm es der Inhaber allerdings nicht so genau. In den letzten zwei Jahren nahmen die Behörden mindestens vier der Luxusautos ausser Betrieb. Im September wurde dem letzten Wagen die Zulassung entzogen. Es war die Limousine, in der 20 Menschen verstarben.

(fss)