93 Tage auf See

10. März 2017 20:24; Akt: 10.03.2017 20:24 Print

Erster Stand-up-Paddler überquert den Atlantik

Drei Monate paddelte Chris Bertish, was das Zeug hielt, und trotzte Stürmen und Haien. Am Ende wurde er für seine Hartnäckigkeit belohnt.

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Chris Bertish hat eine lange Reise hinter sich: Der Südafrikaner hat es als erster Mensch auf einem Stand-up-Paddleboard über den Atlantischen Ozean geschafft. Der Surfer und Segler startete im marokkanischen Agadir. Nach 93 Tagen und gut 6500 Kilometern erreichte der 42-Jährige, der allein unterwegs war, am Donnerstag die Karibikinsel Antigua.

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Auf seiner Facebook-Seite beschrieb Bertish während seiner Reise die Kämpfe, die er allein auszufechten hatte, seine Probleme mit Haien, Stürmen und der Einsamkeit auf hoher See.

Eine Rettungsinsel für den Notfall

Unterwegs war der Wassersportler gemäss dem «Guardian» auf einem speziell angefertigten rund sechs Meter langen Brett, das umgerechnet 120'000 Franken gekostet hatte. Der vordere Teil des Boards besteht aus einer Kabine, in der Bertish sich sitzend ausruhen konnte. Auf einem kleinen Schlafplatz deponierte er ausserdem sein Equipment wie Satellitentelefon, GPS-System, Solar-Panele und Wasservorräte.

Wenn ein Sturm aufzog, suchte der Abenteurer Schutz in seiner Kabine – mehrere Anker hielten die Konstruktion dann stabil. Auch für den Notfall hatte Bertish vorgesorgt: Fackeln, eine Rettungsinsel und eine Notfalltasche hatte er mit an Bord.

Rauchfleisch und Protein-Shakes

Bertish war jeden Tag durchschnittlich 70 Kilometer unterwegs – meistens nachts, um sich vor der brennenden Sonne zu schützen. Seine tägliche Kalorienration bezog der Paddler vor allem über Protein-Shakes, gefriergetrocknete Fertigmahlzeiten und gesalzenes Rauchfleisch.

Der Erfolg des Südafrikaners ist nicht selbstverständlich. Letztes Jahr war der Franzose Nicolas Jarossay mit einem ähnlichen Unterfangen gescheitert. Nach nur einer Woche auf dem Ozean musste Jarossay gerettet werden, wie Supracer.com damals berichtete.

(mlr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DS am 10.03.2017 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Abenteuer

    Tolle Leistung! Würde ich auch gerne mal versuchen. Habs bis jetzt erst von Zürich Bürkliplatz nach Rapperswil mit dem Paddleboard geschafft....Na ja immerhin 30 km! :-))))

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  • Fabian am 10.03.2017 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    Starke Leistung

    Das zeigt wieder einmal wo einem Leidenschaft hinbringen kann, stark!

  • Landratte am 10.03.2017 21:44 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    und viel Spass dabei sich wieder an den festen Boden zu gewöhnen. Im Bett schaukelt das Hirn weiter aber der Körper liegt still.

Die neusten Leser-Kommentare

  • dani am 11.03.2017 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    komisch

    warum gibt es hier so viele leute die das schlecht reden? gönnt es ihm doch. oder geht es euch hatern wieder mal nicht so gut?

  • AS am 11.03.2017 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    ???Superleistung mit welchem Sinn???

    Superleistung sich mit seinem Brett über den grossen Teich treiben zu lassen, vergeudete Lebenszeit gibt es schon genügend auf der Welt. Das schlimme ist das es auch noch einen Beitrag wert ist.

    • Rudi Walser am 11.03.2017 16:54 Report Diesen Beitrag melden

      ... bzgl. sinn

      das gleiche solltest du dich mal selber fragen wenn du um 8 in der früh zur arbeit gehst ...

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  • Flipper Wale am 11.03.2017 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Superleistung mit Antriebshilfe Golfstro

    Seine Leistung in allem Respekt von den 6'500 km hat er selbst doch 2'366 km aus eigener Kraft selbst gepaddelt, die anderen 4'133 km hat der Golfstrom getrieben. Der Golfstrom hat zwischen Europa und Amerika eine Geschwindigkeit von 1 Seemeile/h oder 1.852 km/h ergibt in 93 Tagen 93 x 24 x 1.852 km oder total 4'133 km. In 146 Tagen wäreer auch ohne Paddel angekommen.

    • Thrifter am 11.03.2017 20:08 Report Diesen Beitrag melden

      @Flipper Wale

      Die Werte könnten stimmen, doch fliesst der Golfstrom an einer ganz anderen Stelle und nicht von Marokko nach Antigua. Der Golfstrom fliesst in dieser Gegend eher in die Gegenrichtung, nämlich von Mexiko Richtung Portugal.

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  • Susann am 11.03.2017 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Warum? Wieso? Weshalb?

    Das ist sicher eine tolle Leistung,doch was soll das alles.Ich verstehe das jedenfalls nicht.

  • Didi am 11.03.2017 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Keine heldentat..

    Das ist nicht standuppaddeln..kabine, sitz, schlafplatz..hatte er vielleicht noch eine bar und tv..kühlschrank?