Komplikationen im OP-Saal

01. November 2016 21:11; Akt: 02.11.2016 12:08 Print

Patientin furzt und verbrennt sich schwer

Eine Japanerin wacht nach einer Operation mit schweren Verbrennungen auf. Die hatte sie, ohne es zu wollen, selber verursacht.

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Während einer OP im Unispital in Tokio (im Bild) kam es zu einem Brand, weil eine Patientin gepupst hatte. (Bildquelle: Wikipedia)

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Das Unispital im Bezirk Shinjuku in Tokio hat den Fall einer Patientin untersucht, die nach einer Operation mit schweren Verbrennungen aufwachte. Die Frau, deren Alter mit Mitte 30 angegeben wird, war im vergangenen April am Gebärmutterhals operiert worden. Während des Eingriffs erlitt sie Verbrennungen an der Hüfte und an beiden Beinen, wie die Zeitung «Asahi Shimbun» berichtet.

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Ein Untersuchungsbericht zeigt jetzt auf, dass im OP-Saal ein Brand ausgebrochen war, als sich bei der narkotisierten Patientin ein Darmwind löste. Der Laserstrahl, den die Ärzte in dem Moment benutzten, sorgte dafür, dass sich das Gas entzündete. Obwohl das meiste Material im Raum nicht entzündbar war, fing ein Baumwolltuch auf dem OP-Tisch Feuer.

Verbrennungen während der OP sind möglich

Dass es während einer OP zu Verbrennungen kommt, weil ein Patient pupst, mag eher selten vorkommen. Dennoch sind in den letzten Jahren mehrere Fälle von Patienten bekannt geworden, die nach einem Routineeingriff mit Verbrennungen an ihrem Körper aufwachten.

Der Grund dafür liegt in dem immer häufigeren Einsatz der sogenannten Elektrochirurgie. Dabei werden mit Hilfe elektrischer Energie Gewebe entfernt und Blutungen gestillt. Der Strom, der in den Körper des Patienten eingeleitet wird, muss aber durch eine sogenannte Neutralelektrode, die oft am Bein angebracht wird, kontrolliert ausgeleitet werden.

Haben Körperteile des Patienten jedoch Kontakt zu dem aus Stahl bestehenden OP-Tisch, wird der Strom über diesen ungewollt abgeleitet. Dadurch kommt es zu den schweren Verbrennungen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chemiker am 01.11.2016 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kleine Korrektur

    Nicht der Laserstrahl hat sich entzündet, sondern das Gas des Darmwindes.

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  • Grand Cru am 01.11.2016 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nehme zu einer allfälligen

    OP ein Korkzapfen mit, zu meiner und der Ärtzteschaft Sicherheit wegen.

  • Trulu am 01.11.2016 21:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Darmwind

    Ein"Darmwind" :D habe ich doch noch nie gehört... Gute Genesung wünsche ich :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • The Observer am 02.11.2016 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Laserstrahl entzündet sich nicht!

    Es war das Methan im Darmwind, was durch den Laserstrahl entzündet wurde.

  • Tom-Tom am 02.11.2016 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Operation " Gefährlich "

    Ja, das war nicht vorhersehbar...Lustig für die Leser. Tragisch für die betroffenen....

  • Troll am 02.11.2016 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Praktiker

    Es sollte doch möglich sein, vorsorglich eine "Entlüftung" zu installieren?

  • Liam am 02.11.2016 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe gewarnt

    Ich hatte die Ärzte eindrücklich darauf hingewiesen, dass ich sehr oft Flatulenzen habe. Somit waren sie darauf vorbereitet.

  • Waterpolo1s am 01.11.2016 23:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich !!

    Was es nicht alles gibt !!!!