Shaun White

14. Februar 2018 10:35; Akt: 14.02.2018 11:32 Print

Die grossen Emotionen der Snowboard-Legende

von Marcel Allemann, Bokwang - Shaun White hat zum dritten Mal Olympia-Gold gewonnen. Mit dem «Druck der ganzen Welt auf mir», wie er sagt.

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Er ist nicht eine Snowboard-Legende. Er ist DIE Snowboard-Legende schlechthin. Shaun White, mittlerweile 31-jährig und Multimillionär. Nicht weniger als 13-mal gewann er die prestigeträchtigen X-Games. Er holte 2006 bereits Olympia-Gold in Turin und 2010 in Vancouver. Seine bitterste Niederlage fügte ihm ein Schweizer zu, als 2014 in Sotschi nicht White den Gold-Hattrick schaffte, sondern Iouri Podladtchikov zuschlug.

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Und dann dieser dramatische Vormittag, am Valentinstag 2018 in der Halfpipe in Bokwang. Der Japaner Ayumu Hirano hatte mit einer grandiosen Vorstellung vorgelegt und führte mit 95,25 Punkten. Alles hing an Shaun Whites letztem Run. Würde der Grösste aller Zeit zum zweiten Mal in Folge vom Olympia-Himmel geholt und so zur grossen tragischen Figur? Nein, der Altmeister hielt dem Druck stand.

Die Höhe der Sprünge war entscheidend

«Um in diese Situation zu kommen, diesen Final am Schluss für mich zu bekommen, habe ich die Qualifikation gewonnen. Ich stand da und hatte den Druck der ganzen Welt auf mir. Und ich realisierte, dass ich richtig Spass daran hatte, es nochmals zu tun. Nach all den vielen Jahren in diesem Sport war das eine wunderschöne Sache für mich», sagte White.

Whites Gold-Run gehörte zu den Highlights der Olympia-Nacht vom 14. Februar.

Der US-Amerikaner lieferte, aber es war knapp. Sein Siegeslauf und der beste von Hirano waren fast identisch. Am Ende dürfte die Höhe der Sprünge den Ausschlag zugunsten von White gegeben haben. Und dann brachen im Zielraum alle Dämme.

Die Tränen des grössten Snowboarders

Die Tränen kullerten unter den Zuschauern, die ihn anhimmelten und kreischten. Und bei Shawn White selbst. Pure Emotionen, die zeigten, wie viel ihm dieser dritte Titel bedeutet. Vier Jahre nach der Niederlage gegen Podladtchikov in Sotschi, die er noch heute als bittersten Moment in seinem Sportlerleben bezeichnet.

«Ich könnte nicht stolzer sein. Die dritte Goldmedaille an meinen vierten Olympischen Spielen, das ist wirklich ein wunderbarer Tag. Nach den Olympischen Spielen in Sotschi musste ich so lange auf diesen Augenblick warten», sagte White überglücklich.

Podladtchikovs Gratulation

Zu den ersten Gratulanten gehörte übrigens sein verletzter Vorgänger Iouri Podladtchikov, der am vergangenen Freitag definitiv forfait für Olympia geben musste und sich nun in der Schweiz der Rehabilitation widmet. «Was für eine Performance, was für ein Run. Geniesse deine dritte Goldmedaille», schrieb der Schweizer aus der Heimat auf Twitter.


So grosse Konkurrenten sie auch sind, so nah sind sie sich menschlich.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • white am 14.02.2018 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    legende!

    wer hätte das nach sotschi gedacht! respekt und das im biblischen snowboardalter von 31!

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  • Herrman am 14.02.2018 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    shaun the boss!

    spätestens nach der half-pipe quali war für mich klar, dass shaun das holen wird, ausser er verunglückt, was hier ja zum glück alles super lief.

  • Daniel am 14.02.2018 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Legende

    Shaun White ist bestimmt in der heutigen Zeit der Beste. Legende ist für mich aber immer noch Terje Hakonsen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gionto1 am 14.02.2018 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Simmen /White

    Wohl nicht jedermanns sacje aber ich bin tief von G.Simmen beeindruckt wie er sofort der Trick erkannt. War schon früher als er noch fuhr ein Fan von ihm. Der Olympiahattrick mag ich Shaun Weiss alias Shaun White von Herzen gönnen.

  • AdeSchoon am 14.02.2018 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Sexgrüsel mit Gold

    Solange ich nicht an seiner Hand riechen muss.... Schade, dass er ein Sexgrüsel ist, mochte ihn bis Heute...

    • walter45 am 14.02.2018 20:32 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt schon,

      seine Aktivitäten (MeToo) als Bandleader, wurden heute eben gerade bekannt.

    • marco am 15.02.2018 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @AdeSchoon

      sie glauben auch alles die frauen übertreiben....komisch das immer nur stars angeblich belästigen und nicht irgend ein hanswurst

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  • Mein Senf am 14.02.2018 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    was für ein Sportler

    Der Junge hat`s verdient. War nicht immer Fan von ihm, aber was der für den Sport getan hat, ist einfach unglaublich und beeindruckend. Er hat die Pipe nun sicher 20 Jahre dominiert. Respekt!

  • Tom P. am 14.02.2018 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bessere Bewertung als Hommage

    Der Japaner wurde klar um den Sieg gebracht. Die bessere Bewertung war eine Verneigung vor White und seiner Karriere. Vermutlich die letzten Olympischen Spiele und deshalb haben die Judges ihn bewusst an die Spitzte gestellt. Schöne Geste, aber halt unfair gegenüber dem Japaner.

  • Daniel am 14.02.2018 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Legende

    Shaun White ist bestimmt in der heutigen Zeit der Beste. Legende ist für mich aber immer noch Terje Hakonsen.

    • MeToo am 14.02.2018 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daniel

      Legenden sind tot, von dem her stimmt es. Heute ist sein Ruf gestorben.

    • Mein Senf am 14.02.2018 18:41 Report Diesen Beitrag melden

      Jede ist me too

      Finde den Zeitpunkt immer sehr interessant. Heutzutage ist doch alles me too. Ist halt auch einfach an Kohle und Aufmerksamkeit zu kommen.

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