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Venedig

10. November 2017 10:35; Akt: 10.11.2017 10:35 Print

Ist bald endgültig Schluss mit diesem Anblick?

Kreuzfahrtschiffe sollen künftig nicht mehr durch Venedigs Altstadt schippern. Auf dem Festland soll ein neuer Hafen entstehen.

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Aus für Kreuzfahrtdampfer in Venedigs Altstadt: Künftig sollen keine riesigen Schiffe mehr direkt am berühmten Markusplatz vorbei über den Kanal von Giudecca schippern, wie das italienische Verkehrsministerium am Dienstagabend mitteilte. Stattdessen sollen ab 2019 Passagierschiffe nach und nach auf der gegenüberliegenden Seite der Lagune auf dem Festland anlegen. Hierfür soll ein neuer Hafen gebaut werden - die Kosten sind noch unbekannt.

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Das zuständige Komitee habe grünes Licht für den entsprechenden Vorschlag der Regierung gegeben, erklärte Verkehrsminister Graziano Delrio im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er äusserte sich nach interministeriellen Beratungen, an denen auch örtliche Behörden und Gemeindevertreter teilnahmen. Der Einigung waren anderthalbjährige Verhandlungen vorangegangen.

Andere Einfahrt

Nach dem Plan sollen die Kreuzfahrtdampfer künftig weiter südlich in die Lagune einfahren - so wie jetzt bereits Containerschiffe und Öltanker. Die grössten Passagierschiffe sollen im Industriegebiet Marghera anlegen, in einem Hafen, der eigens dafür gebaut werden muss und wo auch die Passagiere aussteigen sollen. Kleinere Schiffe sollen weiter im bereits existierenden Hafen einlaufen, aber über einen Kanal fahren, der um mehrere Meter vertieft werden muss.

Venedigs Bürgermeister Luigi Brunaro nannte die Regelung ein «grosses Ergebnis für die Venezianer». Allerdings gibt es noch keine offiziellen Kostenschätzung. Kritiker hatten gefordert, dass Kreuzfahrtschiffe gar nicht mehr in die Lagune einfahren dürfen. Stattdessen hätte ein Passagierterminal am Eingang der Lagune gebaut werden sollen.

Nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» im Jahr 2012 vor einer Insel im Westen Italiens hatte die Regierung in Rom den Verkehr grösserer Passagierschiffe deutlich eingeschränkt. Vor allem Venedig war davon betroffen.
Die Kreuzfahrtunternehmen verbannten Dampfer mit mehr als 96'000 Tonnen Gewicht komplett aus der Lagune und verringerten allgemein die Zahl der grossen Passagierschiffe. Nach Angaben des internationalen Kreuzfahrtanbieter-Branchenverbandes Clia ging die Zahl der Passagiere in Venedig seit 2013 um eine halbe Million zurück. Demnach kamen 2017 noch etwa 1,4 Millionen Kreuzfahrt-Touristen in die Lagunenstadt.

(jpf/cp/afp)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • bebbeli am 10.11.2017 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kreuzfahrtschiffe

    Die Wasserverdrängung der grossen Schiffe schadet der Stadt, das ist seit langem bekannt. Wenn der neue Hafen gut an den Verkehr angebunden ist, dann sehe ich kein Problem. Die Touristen müssen ja nicht unbedingt mitten in Venedig ankommen um die Stadt zu geniessen.

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  • Cavi33 am 10.11.2017 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umweltaspekt ist wichtig

    Dann erübrigt sich eigentlich ein Start in Venedig. Da die Stadt ja schon immer überlaufen war können die Venezianer sicher auf diese paar tausend Touristen verzichten.

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  • Formantor am 10.11.2017 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    In die Zukunft denken.

    Venedig sollte im allgemeinen auf Touristen verzichten. So bleibt Venedig den Venezier. Ist schon klar, das diese Pötte extrem Umweltbelastend, Luftverschmutzer und Fauna/Flora schädigen, man sollte aber das Schweröl als Treibstoff in der Schifffahrt gesetzlich verbieten, dann müsste Venedig keine Milliarden-teure neue Terminals bauen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • abil am 14.11.2017 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    diskriminierend und fremdenfeindlich

    was ist denn plötzlich los? Jeder der will, darf in die Schweiz kommen und da bleiben, sagt sogar eine Bundesrätin. Da darf doch wohl jeder auf der Welt mal zwischendurch einen kleinen Trip direkt nach Venedig machen.

  • MasterMind am 14.11.2017 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Venedig Juli 2011

    Unvergesslich unser Tripp nach Venedig. Wir schlenderten ganz gemütlich und ganz gaaanz langsam durch die malerischen Gassen, 30cm neben, hinter und vor mir, 50'000 Menschen, die zur selben Zeit, die selbe Idee hatten. Danach haben wir uns auf dem Markusplatz, einen Kaffee, für geschätzte 1'000 Euro gegönnt. Viva Italia ;-)

  • Martial2 am 11.11.2017 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Schandfleck für diese tolle Stadt...

    Bestimmt imposant und eindrücklich, die gehören aber nie in einer Stadtnähe, egal wo. Venedig mit diesen labilen und empfindlichen Gebäude schon gar nicht. Die haben mit der Sanierung genug Probleme, solchen Kosten kann der Staat nie decken!

  • Herman am 11.11.2017 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Luftverschmutzer

    Es muss endlich verboten werden, dass diese Kreuzfahrtschiffe rum fahren, solange bis die alle Filteranlagen haben. Denn das sind auch die grössten Luftverschmutzer und bringen nicht mal Fracht. So schön wie eine Fahrt ist.

  • Idda am 11.11.2017 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    längst überfällig

    Warum erst jetzt? Dies ist doch schon längst überfällig

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