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Am Hang

08. Februar 2018 17:05; Akt: 08.02.2018 17:05 Print

Rocamadour, die vertikale Stadt

von Meret Steiger - Nachdem der leblose Körper eines Einsiedlers gefunden wurde, passierten in Rocamadour angeblich diverse Wunder.

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Seit dem Mittelalter zieht die Stadt Rocamadour in der Region Okzitanien (einen seit 2016 bestehenden Zusammenschluss der Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées) Pilger aus ganz Europa an.

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Heimat eines berühmten Einsiedlers

Die Legende besagt, dass in diesem französischen Ort im Jahre 1266 die unverweste Leiche eines Einsiedlers gefunden wurde: der Einsiedler Amadour. Dieser Eremit soll einst der Zöllner Zachäus gewesen sein. Mit seinem Fund erklärt sich auch der Name des Ortes: Roc Amadour, der Felsen des Amadour.

Angeblich passierten nach dem Fund der Leiche diverse Wunder, Spontanheilungen und Ähnliches. Von der Heilkraft der sterblichen Überreste Amadours hörten bald nicht nur Pilger, sondern auch die französischen Könige, die mit Spenden ein Dorf überhaupt erst möglich machten. Nach und nach wurde Rocamadour ein bekannter Halt auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela.

Eine Stadt am Abgrund

Rocamadour lockt aber noch aus einem anderen Grund Besucher an: wegen der Lage. Rocamadour liegt an einem Steilhang und überblickt das weitgehend trockene Alzou-Tal. Im unteren Bereich des Dorfes befinden sich viele Wohnhäuser und Läden. Über viele Stufen erreichen die Besucher die Sanctuaire, die mittelalterliche Stadt mit den Kirchen, die auf halber Höhe an der Klippe sind.

Besonders auffällig ist die Pilgerkirche Notre Dame de Rocamadour. Sie wurde über der Krypta gebaut, in der die Überreste des Einsiedlers Amadour liegen. Hauptattraktion in der von 1479 stammenden Kirche ist eine hölzerne Madonna, die Amadour angeblich selbst geschnitzt hat.

Auf der obersten Ebene befindet sich eine Burg aus dem 14. Jahrhundert. Kürzlich hat dort auch ein Campingplatz für jugendliche Pilger eröffnet.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Architektin am 08.02.2018 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Verdichtet

    Das nenne ich mal verdichtetes Bauen auf die originelle Art.

    einklappen einklappen
  • Fabian am 08.02.2018 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnvoll

    Da könnten sich die Schweizer Raumplaner ein Beispiel nehmen. Wohnung auf die Berge und Hügel, Einkaufszentren, Spitäler, ect in den Berg, Industrie da wo heute Wohnung an Lärmbelastet Orten wie Autobahn, Zuglinien ect. stehen. Mehr platz für Natur und Landwirtschaft, mehr Lebensqualität für alle.

  • Sc am 08.02.2018 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Aberglaube

    Der eigentliche grund, warum man dort eine Stadt gebaut hat, liegt wohl mehr darin, dass man sich auf einer erhöhten Stelle besser gegen Angreifer schützen konnte

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franzu am 09.02.2018 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Alternativ zu Rocamadour

    Sehr schön. Peyre in der Nähe von der Millau Brücke ist auch sehr sehenswert!

  • Robert Walt am 09.02.2018 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    A voir!

    Vor 19 Jahren habe ich die Schweiz verlassen und lebe und arbeite seither in dieser wunderschönen Gegend, die leider in der Schweiz wenig bekannt ist. Ein Aufenthalt in meinen "chambres d'hôtes" in Rocamadour im Weiler "Lagardelle", etwas abseits des Touristenrummels, hilft bei einem Besuch dieser Sehenswürdigkeit und auch der Umgebung.

  • Waldi am 09.02.2018 04:47 Report Diesen Beitrag melden

    Weit weg vom Meer ...

    Bild 9: Marinekapelle sollte wohl Marienkapelle heissen :-)

  • Marco am 09.02.2018 01:04 Report Diesen Beitrag melden

    Käse

    Und den Käse? Es wurde vergessen den herrlichen Käse zu erwähnen, welcher den Namen der Stadt trägt.

  • Rolandus am 08.02.2018 22:53 Report Diesen Beitrag melden

    Roland

    Da darf man aber das im Stein steckende Rolandsschwert (treuer Begleiter Karls des Grossen), nicht vergessen, das der Sage nach ein Engel aus den Pyrenäen nach dem Tod Rolands hergebracht hat, nicht vergessen.