Global Wealth Report

13. November 2017 14:20; Akt: 14.11.2017 17:00 Print

Schweizer haben über eine halbe Million Vermögen

Hierzulande besitzen Erwachsene im Schnitt so viel Geld wie in keinem anderen Land der Welt. Auch bei der Anzahl Millionäre kann die Schweiz vorne mithalten.

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Die Zahl der Reichen ist erneut gestiegen. Die Credit Suisse zeigt in ihrem neusten Global Wealth Report 2017, in welchen Ländern die meisten Millionäre wohnen. Rang 23 für Argentinien mit 30'000 Millionären. Das soll aber nicht so bleiben. Laut Credit Suisse soll es in fünf Jahren 68'000 geben. Das ist eine Zunahme von 127 Prozent. In Mexiko leben 84'000 Millionäre – Platz 22. In Hong Kong 119'000. Das ist Rang 21. Auf Platz 20 liegt Russland mit 132'000 Millionären. In fünf Jahren sollen es rund 50 Prozent mehr sein. Brasilien liegt mit 164'000 Millionären auf Platz 19. Hier erwartet die Credit Suisse bis zum Jahr 2022 einen Millionärsanstieg um 81 Prozent auf 296'000. In Indien hat es 245'000 Millionäre. Somit liegt das Land auf Platz 18. In fünf Jahren sollen es gut 50 Prozent mehr sein. Österreich kommt mit 250'000 auf Platz 17. Der Zuwachs bis 2022 soll bei gut einem Fünftel sein. In den Niederlanden gibt es aktuell 335'000 Millionäre: Rang 16. Rang 15 für Schweden, ebenfalls mit 335'000 Millionären. 2022 soll es gut ein Fünftel mehr haben. In Belgien gibt es 340'000: Platz 14. Auch hier soll es laut Credit Suisse bis 2022 gut ein Fünftel mehr Millionäre geben. Platz 13 für Taiwan mit 381'000. 30 Prozent mehr sollen es im Jahr 2022 sein. Spanien ist mit 428'000 auf Platz 12. Für 2022 wird ein Plus von knapp einem Fünftel erwartet. Platz 11 für die Schweiz: Hier gibt es 594'000 Millionäre. In fünf Jahren sollen es 670'000 sein – 13 Prozent mehr. In Korea liegt die Zahl aktuell bei 686'000: Rang 10. Die Credit Suisse erwartet ein Plus von 42 Prozent bis 2022. Kanada ist auf Rang 9 mit 1,078 Millionen Millionären. Es wird ein Plus von 35 Prozent erwartet bis ins Jahr 2022. Australien liegt auf Rang 8 mit 1,16 Millionen. Laut dem Report der Schweizer Grossbank soll es in fünf Jahren um knapp die Hälfte mehr geben. In Italien leben 1,288 Millionen, das ist Platz 7. Für 2022 erwartet die Credit Suisse ein Plus von 13 Prozent. Frankreich kommt mit 1,949 Millionen auf Platz 6. Im Jahr 2022 sollen es 2,258 Millionen sein – plus 16 Prozent. Mit 1,953 Millionen Millionären liegt China auf Rang 5. In fünf Jahren sollen es 41 Prozent mehr sein. Deutschland ist auf Platz 4. Dort leben 1,959 Millionen Millionäre. Die Credit Suisse erwartet bis 2022 ein Plus von 14 Prozent. Das Vereinigte Königreich ist auf dem 3. Rang mit 2,189 Millionen. Hier erwartet die Bank in fünf Jahren weniger Reiche. Die Zahl soll auf 2,126 Millionen zurückgehen. Das ist ein Minus von 3 Prozent. Japan liegt mit 2,693 Millionen auf Rang 2. Hier soll es 2022 42 Prozent mehr geben. Sieger sind mit Abstand die USA: Hier leben 15'356 Millionen Millionäre. In Fünf Jahren sollen es 16 Prozent mehr sein.

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Nirgendwo auf der Welt haben die Menschen so viel Geld wie in der Schweiz. Im Schnitt hat aktuell jeder Schweizer Erwachsene ein Vermögen von 537'000 Dollar – inklusive Aktien, Pensionskassen, Immobilien und Autos. Damit hat sich das Vermögen seit der Jahrtausendwende um 130 Prozent erhöht. Das schreibt die Credit Suisse in ihrem Global Wealth Report.

Grund für den Anstieg ist vor allem die Aufwertung des Frankens gegenüber dem Dollar zwischen 2001 und 2013. In Franken gesehen stieg das Vermögen der privaten Schweizer Haushalte seit 2000 um mehr als ein Drittel. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 1,8 Prozent. Zum Vergleich: Australien belegt beim Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem mit 402'600 Dollar Platz zwei, die USA mit 388'600 Dollar Rang drei.

Knapp jeder Zehnte ein Millionär

Auch beim mittleren Vermögen steht die Schweiz mit 229'000 Dollar pro Erwachsenem an der Spitze – noch vor Australien mit 195'400 Dollar. Damit ist die Schweiz für 1,7 Prozent des obersten Prozents der weltweiten Vermögensbesitzer verantwortlich. Das sei für ein Land mit nur 0,1 Prozent der Weltbevölkerung «bemerkenswert», schreibt die Credit Suisse. Im Ländervergleich sind die Schweizer auch bei den Schulden vorne dabei: Im Schnitt hat jeder Erwachsene 140'500 Dollar Schulden.

Laut dem Bericht haben zwei Drittel der Schweizer Erwachsenen dennoch ein Vermögen von mehr als 100'000 Dollar. 8,8 Prozent sind Dollar-Millionäre.

Super-Reiche verfünffachten sich

So spielt die Schweiz auch bei der Anzahl Millionäre im internationalen Vergleich vorne mit. Aktuell leben hierzulande 594'000 Millionäre. Damit belegt die Schweiz im internationalen Vergleich den 11. Rang. Die Credit Suisse schätzt, dass in der Schweiz 2780 Super-Reiche mit einem Vermögen von über 50 Millionen Dollar wohnen.

Weltweit erhöhte sich die Zahl der Millionäre seit 2000 um 170 Prozent, während sich die Zahl der Super-Reichen verfünffachte. Die Zusammensetzung im Club der Millionäre verändert sich schnell: Noch im Jahr 2000 befanden sich nicht weniger als 98 Prozent der Millionäre in Ländern mit hohem Einkommen. Seither sind 23,9 Millionen «neue Millionäre» hinzugekommen, von denen 2,7 Millionen oder 12 Prozent aus Schwellenländern stammen.

Gewinne an den Börsen treiben Vermögen an

Bis 2022 rechnet die Credit Suisse mit einer Zunahme der Zahl der Millionäre um knapp ein Viertel von heute 36 Millionen auf 44 Millionen Menschen. Im gleichen Zeitraum dürfte die Zahl der Super-Reichen um 45’000 auf 193’000 Personen steigen. In welchen Ländern die meisten Millionäre leben, sehen Sie in der Bildergalerie oben.

Das weltweite Gesamtvermögen stieg innerhalb eines
Jahres bis Mitte 2017 um 16,7 Billionen Dollar oder 6,4 Prozent auf 80 Billionen Dollar – so stark wie zuletzt 2012. Grund sind unter anderem die Gewinne an den Aktienmärkten.

USA mit grösstem Vermögensaufbau

Weltweiter Spitzenreiter beim Vermögensaufbau sind nach wie vor die USA. Der Zuwachs beim Vermögen in den letzten zwölf Monaten betrug 8,5 Billionen Dollar – das ist die Hälfte des gesamten weltweiten Vermögenszuwachses. Im Ländervergleich der Vermögenszuwächse eroberten die USA ihren gewohnten ersten Platz zurück, wobei der Anstieg dort fünfmal so hoch war wie im zweitplatzierten China mit 1,7 Billionen Dollar.

Weniger Glück beim Vermögenszuwachs hatten in den vergangenen Jahren laut Credit Suisse die sogenannten Millenials, also diejenigen, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind. Diese Generation war nicht nur von Kapitalverlusten durch die globale Finanzkrise betroffen, sondern in der Folge auch unmittelbar von Arbeitslosigkeit, erhöhter Einkommensungleichheit sowie höheren Immobilienpreisen oder verschärften Hypothekarregeln. Auch der Zugang zur Altersvorsorge wird mit grösseren Herausforderungen verbunden sein als bei ihren Vorgängern.

(dob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Usländer am 14.11.2017 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde nichts,

    Wer hat mein Geld versteckt?

    einklappen einklappen
  • Doloming am 14.11.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm...

    Wo ist meine halbe Million? Wäre nicht unglücklich darüber x)

  • KailuaBoyz am 14.11.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Durchschnitt...

    Rechnet mal mit dem Mittelwert, dann kommt es der Realität etwas näher...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Investor am 17.11.2017 21:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommt Zeit, kommt Bitcoin

    Wären die Schweizer etwas Risikofreudiger beim Anlegen und sparsamer bei Abschaffungen und Ferien, hätten noch mehr Leute eine halbe Million Vermögen.

  • Adrian M am 16.11.2017 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Vermögen ist gut für die Volkswirtschaft...

    ...aber die Vermögen werden ja nicht pro Kopf geteilt also kann man nicht im Durchschnitt pro Einwohner rechnen aber unser Wirtschaft tun viele Superreiche natürlich gut und so haben alle etwas davon was in der Schweiz durchaus im Vergleich noch fair gehandhabt wird.

  • S.Atistik am 15.11.2017 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Malen nach Zahlen ..

    Stastik ohne Angabe der Verteilungskurve der Vermögen .. ist nichts wert. Man wird sich aber hüten, solche Statistiken aufzuzeigen, weil es nicht mit dem Bild übereinstimmt, die Simplicissimus mit dem Mittelwert zeichnen möchte. Ist wie die Wachstumslüge und BIP- und BSP-Zahlen, der Verfasser bestimmt, welches Bild er malen möchte .. an der Mehrheit vorbei .. MfG S.Atistik

  • Seppi am 15.11.2017 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Was für Leute habt ihr gefragt?

    Habt ihr nur die reichen Leute gefragt und in die Statistik einfliessen lassen? Das ist echt ein Phantasieartikel. Ich habe keine halbe Million und kennen keinen, der eine hat...

    • reto am 15.11.2017 07:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Seppi

      ähm. du kennst abrr svhon die bedeutung von durchschnitt?

    • Shimu Trachsel am 15.11.2017 22:10 Report Diesen Beitrag melden

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      1 hat 100 mio Vermögen 199 haben 0 Fr "Vermögen" dann haben 200 Personen im Schnitt 500'000 "Vermögen". Allerdings merken 199 nichts davon und können damit auch kein Brot kaufen.

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  • M.P. am 15.11.2017 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wiedersprüche

    Und vor paar Tagen habt ihr von Kindern berichtet, die für die Eltern Spenden müssen, damit sie über die Runden kommen.... so reich ist die Schweiz....