Krankenkasse

20. März 2017 09:51; Akt: 20.03.2017 10:04 Print

Prämien steigen auf 517 Franken pro Monat

Ökonomen der Credit Suisse sagen einen massiven Anstieg der Krankenkassenprämien voraus. Im Jahr 2040 werden die Schweizer pro Monat 517 Franken zahlen.

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Die Grossbank Credit Suisse (CS) hat in einer neuen Studie den Schweizer Gesundheitsmarkt unter die Lupe genommen. Es sind keine guten Nachrichten, die die Autoren haben: Die Gesundheitskosten dürften bis 2040 jährlich um über 3 Prozent
steigen. Die Schweiz dürfte zu jenem Zeitpunkt knapp 15 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für das Gesundheitswesen
aufwenden. Heute sind es 11 Prozent. «In diesem Szenario werden sich die durchschnittlichen Krankenkassenprämien pro Kopf beinahe verdoppeln», sagt Andreas Christen, Hauptautor der Studie.

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In Franken ausgedrückt heisst das: Im Jahr 2040 werden die Schweizer 517 Franken pro Monat an Krankenkassenprämien zahlen. Im Jahr 2015 waren es 274 Franken. Innert 25 Jahren ist das fast eine Verdoppelung (+ 44 Prozent), rechnen die CS-Ökonomen vor.

Alterung ist nicht Hauptgrund

Schon in den vergangenen zehn Jahre stiegen die Gesundheitskosten in der Schweiz um gut ein Drittel. Weit verbreitet ist die Annahme, dass dafür die Alterung der Bevölkerung der Hauptgrund sei. Falsch, sagen die Studienautoren: Die Alterung sei nur für rund 18 Prozent des Ausgabenanstiegs verantwortlich. Der Anteil des demografischen Wandels an der Kostensteigerung werde somit überschätzt.

Die Gründe für die steigenden Kosten liegen anderswo: Die CS-Ökonomen nennen den medizinischen Fortschritt, den individuellen Mehrkonsum und systembedingte Fehlanreize. Diese nichtdemografischen Gründe seien für
etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) des Kostenanstiegs verantwortlich. «Offensichtlich generiert die Tatsache, dass die bezogenen Leistungen nur zu einem geringen Teil selber bezahlt werden müssen, Fehlanreize in Richtung Überkonsum», heisst es in der Studie «Monitor Schweiz». Das Bevölkerungswachstum war derweil für rund 28 Prozent des Ausgabenanstiegs verantwortlich.

Wichtiger Wirtschaftszweig

Das Schweizer Gesundheitswesen hat sich in den vergangenen
Jahrzehnten zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt. Es leiste einen signifikanten Beitrag zur Beschäftigung und zum Wohlstand in der Schweiz, schreibt die CS. Rund 70 Milliarden Franken – das sind mehr als 10 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung – werden hierzulande für Gesundheit ausgegeben. Bereits jeder zehnte Schweizer arbeitet im Gesundheitswesen.

(vb)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mia am 20.03.2017 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Wer soll das noch bezahlen können?

    einklappen einklappen
  • Lj am 20.03.2017 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grandios

    Ich bezahle schon heute 450.- #grandios

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  • Gebi am 20.03.2017 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hohe kosten

    Was heisst hier im 2040 würden sie 517.- Fr. kosten. Ich bezahle jetzt schon über 500.- , und bin Allgemein versichert. Ich gehe nicht mit jedem Bobo zum Arzt, obwohl ich eine Chronische Krankheit habe, und Allergiker bin. Keiner weiss, was Gesundheitlich auf ihn zukommt. Würden die Politiker mal endlich die Medikamente dem Ausland anpassen, würden auch die kosten etwas reduziert. Leider können wir kleinen, nicht viel ausrichten. Hauptsache die in Bern und kk verdienen genug. Wenn das so weiter geht, sind wir bald alles Soziallfälle.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • SchwierigschwererFall am 25.03.2017 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu teuer

    Versicherungen waren, sind und bleiben teuer. Irgendwann können sich nur noch die Reichen die Versicherungen leisten.

  • Mucki am 20.03.2017 16:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso eigentlich unterschiedliche Preise der kk

    Wieso bezahl ich in baselstadt mehr als im Aargau?! Wieso eigentlich die unterschiedlichen kk Preise kann doch nicht sein

  • Andre80 am 20.03.2017 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KK System 

    Hahaha unser KK System ist echt Sch...e und zu dem Zahlen wir zu viel. Ich habe eine 4 Köpfige Familie und zahle 1/4 von meinem Lohn für die Prämien. Dazu habe ich meine Prämie auf 2500.- , das holt mich jetzt ein da ich ein Burnout hatte und jetzt alles selber zahlen kann ja super danke viel mal! Das kann einen ruinieren!!!

  • Ricol am 20.03.2017 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weshalb diese hohen Kosten

    Bin Auslandschweizer in Spanien, privat versichert mit freier Arztwahl, das Weltweit und ich bezahle 80 Euro im Monat. Es ist natürlich nicht immer alles so perfekt wie in Schweizer Spitälern, doch es funktioniert gut.

  • Gesundmensch am 20.03.2017 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Hemmschwelle

    Meiner Meinung nach sind es vorallem zwei Faktoren die gewichten: 1. wegen jedem Bobo zum Arzt gehen und 2. die Ärzte die gerne alles mögliche testen und auf eine (oftmals) Nachkontrolle pochen...