Boris Collardi

20. März 2017 08:01; Akt: 20.03.2017 10:18 Print

Julius-Bär-Chef verdient 6,5 Millionen Franken

Obwohl die Bank Julius Bär ihren Gewinn vervierfachte, bezog CEO Boris Collardi «nur» 300'000 Franken mehr Lohn als im Vorjahr.

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Boris Collardi, Chef der Bank Julius Bär, bezog 2016 ein Gesamtsalär von 6,5 Millionen Franken. Das sind 300'000 Franken mehr als im Jahr davor. Die gesamte Chefetage kostete die Bank 18,4 Millionen Franken, 0,5 Millionen mehr als 2015. Allerdings umfasste die Geschäftsleitung Ende 2016 sieben Mitglieder, während es vor einem Jahr noch sechs waren. Dies geht aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht hervor.

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Die Gesamtvergütung der Mitglieder der Geschäftsleitung, einschliesslich des CEO, besteht aus einem bar ausbezahlten Basissalär, einer variablen bar ausgerichteten Vergütungskomponente sowie einer leistungsbezogenen variablen Komponente in Form von Aktien. Zu Collardis Lohn rechnet das Finanzportal Inside Paradeplatz vor, dass das Chef-Salär umgelegt auf 300 Arbeitstage und 10 Stunden pro Tag etwas mehr als 2000 Franken pro Stunde beträgt.

Massiv höherer Gewinn

Julius Bär hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzerngewinn von 622 Millionen Franken geschrieben. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Vervierfachung. Doch dieser Vergleich ist irreführend. Im Vorjahr hatten nämlich Rückstellungen für den US-Steuerstreit den Gewinn deutlich gesenkt.

Diese Rückstellung sowie Restrukturierungskosten und Abschreibungen nicht mitgerechnet hat die Bank 2016 einen Konzerngewinn von 705,5 Millionen Franken erreicht, womit dieser knapp höher ausfällt als im Vorjahr (2015: 701,5 Millionen Franken).

(sas/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spejbl am 20.03.2017 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch

    Falsche Wortwahl!! Er verdient nicht; er BEKOMMT. Würde er sein Geld verdienen, wäre er mit uns auf Augenhöhe oder niedriger, Punkt! Kein Mensch kann sooo viel leisten, damit diese Summe gerechtfertigt ist.

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  • Luggi am 20.03.2017 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zum Glauben

    Unglaublich was Geldverwalter sich so einstreichen können. Und ja, dass ist Neid. Das man bei solch Ungleichheit nicht Neidisch wird ist wohl die grosse Kunst der Stunde. Eigentlich können sie froh sein das es nur Neid ist, in anderen Ländern sind wir schon eine Stufe weiter.

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  • Zauberer am 20.03.2017 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ex nihilo

    Ich würde gerne 1 milliarde verleihen, die ich garnicht besitze. Bekomm ich jetzt auch einen solchen lohn oder doch eher eine strafanzeige wegen betruges?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Geri Müller am 21.03.2017 05:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die reinste Frechheit!

    Das frechste ist, dass man(n) für 6.5 Mio. eigentlich NICHTS macht!!!! Es gibt Ingenieure, Ärzte, Anwälte, Forscher usw. usw. die angesichts ihrer Tätigkeit NICHTS verdienen!

    • Surbeck Franziska am 21.03.2017 06:55 Report Diesen Beitrag melden

      Peinlich

      Das alles ist ja längst bekannt..leider wird es einfach nur zur Kenntnis genommen....es ist peinlich wenn man weiss wieviele Leute hart arbeiten um über die Runden zu kommen. Schäme mich für die Grossverdiener

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  • Mike am 20.03.2017 23:33 Report Diesen Beitrag melden

    Mike

    Naja, für einen CEO einer Bank finde ich dieses Salär jetzt nicht so verwerflich; sofern er seinen Job gut macht. Da gibt ja wohl ganz andere Beispiele, was gewisse Herrer da verdienen

  • Winkel Ried am 20.03.2017 22:56 Report Diesen Beitrag melden

    Zufriedenheit ist besser als Neid !

    Ich gönne Herr Collardi dieses Gehalt. Er gibt ja auch wieder viel aus und zahlt auch Steuern. Übrigens wir kommen mit Nichts und gehen auch wieder mit Nichts. Dazwischen ist Jeder seines Glücks eigener Schmied ! Geniesse das Leben und sei nicht neidisch.

  • SlipKnot74 am 20.03.2017 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    0.- Fr. Lohnerhöung

    300000.- Lohnerhöhung ... wenn ich denke ... bei uns gabs die letzten 3 jahre ... 0.- Fr. Lohnerhöung ... was läuft da schief ?

    • Unternehmer am 21.03.2017 07:47 Report Diesen Beitrag melden

      @ SlipKnot

      Bei meinen Mitarbeitern gab's die letzten drei Jahren immer eine Lohnerhöhung ausser die Arbeitsqualität der einzelnen Mitarbeitern war schlecht, dann gab's null.

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  • Samu am 20.03.2017 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mindestlohn einführen statt neidhammeln

    Anstatt ständig den Fingerzeig aufs Lohnbuch der Firmenchefs zu machen sollten die Schweizer Zeitungen besser vermehrt die Löhne und Ausbeutung der Working Poors thematisieren (z.B. FloristInnen, Coiffeusen, Reinigungspersonal)! Wenn das unterste Drittel/Viertel der CH-Löhne existenz- und rentesichernd wird (fairer Mindestlohn!), dann bleiben für die Chefetagen-Lohnexzesse automatisch weniger Millionen übrig...