Vergleichszahlung

13. November 2017 22:28; Akt: 13.11.2017 23:43 Print

Credit Suisse bezahlt 135 Millionen Dollar Strafe

Die Schweizer Grossbank hat einen Rechtsfall in den USA umgangen und zahlt dafür eine Vergleichszahlung.

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Mutmassliche Manipulationen im Devisenhandel: Credit Suisse Logo am Hauptsitz am Zürcher Paradeplatz. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

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Die Schweizer Grossbank Credit Suisse hat im Devisenskandal einen Vergleich in den USA geschlossen. Sie verständigte sich im Streit um mutmassliche Manipulationen im Devisenhandel auf eine Vergleichszahlung von 135 Millionen Dollar, wie die New Yorker Finanzaufsicht DFS und die Credit Suisse am Montag bekannt gaben.

Die Credit Suisse hat sich mit der Regulierungsbehörde DFS (Department of Financial Services New York State) auf die Zahlung einer Geldbusse geeinigt. Wie die Bank am Montagabend mitteilt, wurde ein Vergleich zur Beilegung der Untersuchung in die Praktiken im Währungshandel geschlossen.

Die Schweizer Grossbank zahlt rund 135 Millionen Dollar vor Steuern, die im vierten Quartal verbucht werden, wie es weiter heisst. Der Vergleich mit dem DFS regle alle Vorwürfe gegen die Bank und beziehe sich auf die Währungsgeschäfte per Telefon und elektronischer Aufträge zwischen 2008 und 2015, wie die Bank weiter schreibt. Die CS anerkenne dabei keine der gemachten Tatsachenfeststellungen oder betrügerischen Verstösse. Man sei froh, die Übereinkunft getroffen und damit diese Angelegenheit zum Abschluss gebracht zu haben, heisst es weiter.

«Ungesetzlich, unsicher und unsolide»

Das DFS hatte der Bank vorgeworfen, dass deren Währungshändler Kunden getäuscht, in ungebührender weise Informationen ausgetauscht und Kurse manipuliert haben. Der Vergleich bezieht sich auf eine Untersuchung des DFS mit dem Vorwurf, dass die Praktiken der Bank «ungesetzlich, unsicher und unsolide» waren, wie es zuvor in Medienberichten hiess.

Zusätzlich zu der Busse hat sich die CS bereit erklärt, ihre Kontrollen und Richtlinien zu verschärfen und einen Berater einzustellen, der die geänderten Praktiken für zumindest ein Jahr überwacht.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • James Lehmann am 13.11.2017 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    wer zahlt ist schuldig

    Ich gebe nichts zu, zahle aber 135 Millionen.... so gut

    einklappen einklappen
  • Leser am 13.11.2017 23:12 Report Diesen Beitrag melden

    Im Westen nichte neues

    Immer die Gleiche Leier. Mit diesen 153 mio wird das US-Budget auch nicht ausgeglichen.

  • RicBellini am 13.11.2017 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Other Peoples Money

    Int. Sie lassen Kunden (eigene) mitzocken im Devisenhandel. Diese verlieren aufgrund Manipulationen Geld. Sehr viel. Das was die CS verdient muss ein anderer verlieren. Die erwähnten Kunden. Dann gibt es eine Busse wegen den Manipulationen. 135 Mio. Verdient hat die CS dabei 270 Mio. Die Hälfte bleibt ihnen immer noch. Der Staat macht 135. Der Verlierer ist? Jawohl genau! Übrigens bin vom Fach weiss wovon ich spreche!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Panther am 17.11.2017 16:37 Report Diesen Beitrag melden

    Nachhaltigkeit

    Es ist nicht die Credit Suisse, die zahlt Dazu sind ja die Bankkunden da. Das nennt man Nachhaltigkeit daran sind ja alle interessiert.

  • Don Pollo am 16.11.2017 21:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein CS-Kunde

    Habe totales Vertrauen in die CS. Nicht nur, dass meine Monatsabrechnung in Rappen (nicht auf 5 Rappen gerundet) meinen Kontostand wiedergibt. Auch habe ich keinen Kundenberater mehr, sondern ein Callcenter, das mich berät. Das sind wunderbare Verbesserungen. Die beraten mich nämlich ganz UNVERBINDLICH. Frage mich wirklich, ob die CS-Führung davon ausgeht, dass wir Kunden so dumm sein sollen.

  • St.Galler am 15.11.2017 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Amerikaner sind auch nicht sauber

    Die Amis haben durch Finanzkrise Milliarden Gewinn gemacht aus anderen Ländern, nur weil sie ihre Schuldkrise nicht überstanden haben, mussten alle Länder, vor allem Schweiz fette Rechnung zahlen. Das Geld muss ja von irgendwo kommen. So läuft das Finanz und politische System. Es sind sowieso alle Kriminellen!

  • F.K. am 15.11.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absolut sicher

    Solange die Strafen geringer sind, als der Profit, werden die so weitermachen.

    • Supermario am 15.11.2017 09:44 Report Diesen Beitrag melden

      Was erzählst Du denn wieder?

      Woher weisst Du denn, wie gross der "Profit" daraus war??? Und weitermachen werden die mit Sicherheit nicht, ansonsten schliesst der Aufpasser die Tore relativ schnell und ganz!

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  • Franz K. am 15.11.2017 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Treffend

    Früher hiess das Gangster, heute sagt man Bankster.

    • Supermario am 15.11.2017 09:42 Report Diesen Beitrag melden

      Kalter Spruch

      Was du nicht alles weisst! Solange das nicht zu Frankster mutiert, ist ja für Dich wohl alles gut

    • Heinz Maier am 15.11.2017 14:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Franz K.

      ich hoffe, dass sie niemals auf eine finanzielle dienstleistung angewiesen sein werden, sei es privat- oder sparkonto für sichteinlagen oder hypo für den hauskauf. ich hoffe sie horten ihre nötchen unter der matratze und kaufen alles bar (auch das haus oder die wohnung)

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