Bettenzahl

12. Oktober 2017 08:55; Akt: 12.10.2017 08:55 Print

Airbnb erfolgreicher als Hotels in Schweizer Alpen

Airbnb bietet in vielen Schweizer Touristenorten die höchste Anzahl Betten an. Das Wachstum ist rasant.

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Airbnb hat in Top-Destinationen der Schweiz die Hotels überholt. Im Wintersportgebiet Verbier gibt es 3500 Betten von Airbnb, während nur 1500 Hotelbetten verfügbar sind, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

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Auch in anderen Touristenorten steigt die Zahl der Airbnb-Betten rasant. In Zermatt sind es mittlerweile 2000, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Laut «Aargauer Zeitung» stammt bereits jede dritte von Touristen gemietete Zermatter Wohnung von Airbnb. Auch in Anniviers gibt es mit 1500 Airbnb-Betten mehr Übernachtungsmöglichkeiten als in Hotels. Generell gebe es im Kanton Wallis besonders viele Airbnb-Betten.

Wachstum dank Flexibilität

Einer der Gründe, warum Airbnb in Tourismusregionen ein so grosses Wachstum verzeichnet, ist die steigende Flexibilität. «Airbnb erlaubt es, noch flexibler Ferien zu machen», sagt Maciej Skoczek, Immobilienanalyst der UBS, zur «Aargauer Zeitung».

Im Gegensatz dazu sei der Druck im primären Wohnungsmarkt gross, so Tourismusprofessor Roland Schegg zur «Aargauer Zeitung». Darum sei das Wachstumspotenzial für Airbnb in Städten klein.

Airbnb-Anbieter müssen dieselben Abgaben bezahlen wie Hoteliers

Für Hotellerie-Suisse-Präsident Andreas Züllig braucht es keine Einschränkungen für Airbnb, wie er der «Aargauer Zeitung» sagt. Allerdings sollten die neuen Marktteilnehmer dieselben Abgaben und Steuern bezahlen wie die Hoteliers.

Eine Stichprobe in der Gemeinde Vaz Obervaz zeigt, dass die meisten Anbieter von Airbnb-Wohnungen bereits heute die nötigen Abgaben bezahlen. Der Gemeindepräsident kündigte allerdings trotzdem grössere Kontrollen an.

Laut der «Aargauer Zeitung» könnte Airbnb schon bald ganze Reiseprogramme bieten, etwa mit Anreise. Das würde insbesondere das Geschäft der Taxibüros und Autovermieter treffen.

(rkn)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tag- und nachtaktiver Tourist am 12.10.2017 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angebotslücke füllen

    Nicht verwunderlich. Die Hotelerie (vor allem in den Städten aber auch in Top-Bergdestinationen) füllen eine wichtige Lücke nicht. Nämlich: Ein einfaches Doppelzimmer mit Dusche und WC sowie potentes GratisWlan. Kleines Selbstbedienungs Frühstück à la günstige USA-Motels. Preis je Zimmer: ziemlich unter 100.--. Auf Städtetrips brauchts nicht mehr. Am nächsten zu diesem Standard kommt noch IBIS. Die Herkömmlichen bieten zuviel und sind damit zu teurer. Viele AirB&B ler füllen diese Lücke.

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  • Adriana am 12.10.2017 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Preisniveau

    Das Problem der Schweizer Hotels sind nun mal auch die Preise, die sich z.B. an den Chinesen orientieren, die (noch) beinahe jeden Preis bezahlen. Irgendwann werden die Hoteliers vielleicht auch wieder einmal vom hohen Ross herunterkommen. Wenn nicht freiwillig, dann fallen sie eben runter.

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  • numaa am 12.10.2017 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Tja das zeigt

    gar kein Service ist offenbar besser als Schweizer Hotellerie Service.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Denker am 13.10.2017 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    AirBNB ist der Tod der Städte

    Man nimmt 3-4 Mietwohnungen und lebt nur in einer und vermietet die anderen via AirBNB. Dadurch geht Wohnraum für die normale Bevölkerung verloren und die Preise steigen, da das knappe Angebot und die hohe Nachfrage automatisch dazu führen. Während man in Barcelona z.B. kaum Mietwohnungen findet, kann man mehr als 1000 AirBNB Angebote nutzen, oftmals Wohnung, wo gar nie jemand "fix" drin lebt. AirBNB sollte nur möglich sein, wenn die Verwaltung ja sagt und Steuern, Taxen und andere Abgaben gemacht werden wie es bei Hotels auch nötig ist. Alles andere ist eine ungerechte Marktsituation.

  • Helvetia am 13.10.2017 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Gleichbehandlung

    Störend ist bei Airbnb dass keine Steuern bezahlt werden, auch wenn dies Hauptberuflich ausgeübt wird. Dies ist ein klarer Verstoss gegen geltende Gesetze.

  • Jana Gloor am 13.10.2017 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Privatsphäre Kameras usw

    Mann Frau hat keine Privatsphäre mit Airbnb anbieter ich habe schon gelesen dass Videos Fotos von Hidden Cams im Netz gelandet sind also jeder muss selber wissen wie geil Geiz ist wortwörtlich

  • Hotelier am 12.10.2017 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich eine tolle Idee

    AirBnB in seiner ursprünglichen und mal angedachten Form (nämlich beim und mit dem Besitzer der Wohnung zu Hause zu sein) - ein tolles und spannendes Projekt. Findet aber so in bedenklich vielen Fällen nicht mehr statt. In Berlin hat es mittlerweile ganze Wohnblöcke mit Schlüsselboxen, wo der Wohnungsschlüssel mittels Code abgeholt werden kann. Heisst mehrheitlich gewerbliche Nutzung von privatem Wohnraum. https://mobile2.tagesanzeiger.ch/api/redirects/mobile?url=%2Fwirtschaft%2FDie-Staedte-muessen-Airbnb-dringend-zaehmen%2Fstory%2F29920744

  • Mike am 12.10.2017 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Mike

    Naja, wenn ich für eine kurze Übernachtung über 130.- Stutz zahle, wen wunderts