Abbaurunde

24. Oktober 2017 07:02; Akt: 25.10.2017 01:58 Print

1300 Jobs bei General Electric im Aargau bedroht

Der US-Konzern plant eine Abbaurunde. Hunderte Personen in der Schweiz bangen um ihre Stelle.

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Der US-Industriekonzern General Electric plant eine dritte Abbaurunde. Tausende Arbeitsplätze werden wohl gestrichen. Allein im Aargau sind 1300 Stellen bedroht, wie die «Nordwestschweiz» nach eigenen Angaben aus internen Quellen erfahren hat. Die Mitarbeiter der Standorte Birr, Baden und Oberentfelden müssen demnach um ihren Job bangen.

Im Bericht wird vermutet, dass CEO John Flannery Mitte November die Abbaupläne bekannt gibt. Dann will er nämlich über die Resultate einer «strategischen Überprüfung» informieren.

Gewinneinbruch

Der ABB-Rivale hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient. Im Kerngeschäft brach das Ergebnis auf 1,91 Milliarden Dollar von 2,1 Milliarden im Jahr zuvor ein. Zugleich hatte Flannery eine Gewinnwarnung für das laufende Jahr ausgesprochen: Statt 1.70 Dollar pro Aktie erwartet Flannery nun nur noch einen Gewinn von 1.10 Dollar. Den Cashflow nannte er «schrecklich».

General Electric hatte den Grossteil der Werke der französischen Alstom im Aargau übernommen. Der US-Konzern hat sich in den letzten Jahren vor allem auf den Energiesektor konzentriert und seine Bank- wie auch Haushaltsgerätedivision abgestossen.

«Keine heiligen Kühe»

Und die Fokussierung des US-Konzerns geht weiter: Der in diesem Jahr angetretene neue CEO Flannery sagte, es gebe «keine heiligen Kühe», alles werde unter die Lupe genommen. In den nächsten zwei Jahren sollen weltweit Geschäfte mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar abgestossen werden.

Bereits Anfang 2016 hat der Konzern einen Abbau im gleichen Umfang angekündigt. Betroffen waren damals vor allem die Aargauer Standorte Baden, Birr, Dättwil, Turgi und Oberentfelden. General Electric zählt heute in der Schweiz 4500 Angestellte.

(ish/woz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MASAI MARA am 24.10.2017 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    von Anfang an klar

    Der Abbau war doch schon beschlossene Sache, als die Amis übernommen haben. Darum prüfe, wem Du Deinen Laden verkaufst....

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  • rocky53 am 24.10.2017 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wusste man schon lange

    hat jemand etwas anderes erwartet,bei firmenübernahmen ist abbau normal da doppelspurigkeit vorhanden,und im ausland billiger.leute hatten zeit sich umzuschauen kam nicht von heute auf morgen,leider immer noch viele die denken mich triffts nie.

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  • Mich am 24.10.2017 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realität

    Durch die Globalisierung ist der Schweizer Werkplatz ist zu teuer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jeff F. K. am 29.10.2017 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    American Style -No surprise

    Überrascht? Damit muss man jederzeit rechnen bei einer amerikanischen Firma..wake-up, pals.

  • Nert am 27.10.2017 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein guter Job

    Und viel Geld gibt's nur beim Bund/Gemeinde, also angestellt und von Steuergeldern entlöhnt. Dort muss man nur morgens hin, Stuhl wärmen, etwas im Papier wühlen und um ist der Tag! Kündigung gibt's dort nie! Sucht euch doch solche "Nicht-Arbeit"

  • Rosmarie am 26.10.2017 01:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Glück

    für alle die im Pensionsalter sind! Geschafft - und das Leben noch geniessen.

  • Karl am 25.10.2017 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konkurrenzfähig oder nicht?

    Hochpreisinseln haben halt nicht nur Vorteile. Natürlich verdient man wo anders weniger, dafür werden die Stellen dort als letztes abgebaut so lange die Qualität stimmt. Wie könnten uns ohne Probleme anpassen, wird halt der Urlaub teurer.

  • P.Cerf am 25.10.2017 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es kommt bös heraus

    Der Werkplatz CH leidet immer mehr.Arbeitsplätze verschwinden am Laufmeter.Dagegen ist kein Kraut gewachsen.Entweder Frau/Mann schafft am PC, starrt den ganzen Tag in den PC/Laptop/Handy, macht oft sinnentleerende Buez.Oder besser, Mann/Frau bügelt als Handwerker.Die frühere Schwerindustrie ist am Aussterben.Siehe Sulzer/ABB/GE, Novartis etc.Im hiesigen Dienstleistungssektor nehmen Roboter auch immer mehr Buez uns weg.Grosso Modo: es droht der CH in Zukunft der Verlust vieler heutiger Stellen.Die AL steigt auch bei uns. Das kommt nicht gut,