Stellenmarkt

05. Oktober 2017 10:47; Akt: 05.10.2017 12:23 Print

Wer am einfachsten einen Job findet

Die Unternehmen schrieben im dritten Quartal mehr Stellen aus als noch vor einem Jahr. Es gibt allerdings Unterschiede zwischen den Berufen und den Regionen.

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Spezialisierte Fachkräfte sind gefragt: Ein Arbeitsplatz in einem Büro. (Bild: Keystone)

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In der Schweiz ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im dritten Quartal in allen Regionen gestiegen. Die Unternehmen schrieben 6 Prozent mehr Stellen aus als noch vor einem Jahr. Am gefragtesten waren Berufsleute für Informatik, Industrie und Transport.

Der Anstieg erstaunt vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung nicht. Die intensive Suche nach neuen Informatikerinnen und Informatikern ist ein deutliches Zeichen für den Fortschritt bei der Digitalisierung und Automatisierung, wie der Stellenvermittler Adecco aus seinem am Donnerstag veröffentlichten Swiss Job Market Index schliesst.

Mehr Stellen in der Ostschweiz

Allerdings gibt es trotz überall positiver Entwicklung Unterschiede zwischen den Berufen und den Regionen. Am stärksten legten gegenüber dem Vorjahresquartal die Stellenausschreibungen in der Ostschweiz mit 19 Prozent und in der Genferseeregion mit 20 Prozent zu.

Die Nordwestschweiz kommt auf ein Plus von 10 Prozent. Die anderen Regionen legten einstellig zu, am geringsten war das Wachstum mit 3 Prozent im Grossraum Zürich. Im Vergleich zum Sommer schnitt im Frühherbst einzig die Genferseeregion mit 9 Prozent Rückgang negativ ab. Die Nordwestschweiz registrierte ein Plus von 17 und die Zentralschweiz eines von 16 Prozent. In den anderen Regionen fiel das Wachstum schwächer aus, am bescheidensten mit 7 Prozent im Espace Mittelland.

Explosionsartige Zunahme in der Informatik

Die Nachfrage nach Informatik-Berufsleuten explodierte geradezu mit 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich mehr Stellenausschreibungen gab es mit 27 Prozent in Industrie und Transport, wobei die Industrie den Ausschlag gab. Mit 16 Prozent setzten Berufe aus Naturwissenschaft und Technik ihr Wachstum fort.

Weniger Stellen waren mit einem Rückgang um 39 Prozent dagegen in Management und Organisation ausgeschrieben. Im Vergleich zum Vorquartal betrug das Minus 42 Prozent.

Daneben waren die freien Stellen im Finanz und Treuhand im Jahresvergleich 12 Prozent rückläufig. Adecco erklärt das mit der Suche der Unternehmen vor allem nach spezialisierten Fachkräften. Die Nachfrage nach allgemeineren Qualifikationen sei gesunken.

Der Adecco Swiss Job Market Index wird vom Personalvermittler Adecco Schweiz veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Stellenmarkt-Monitor Schweiz (SSM) am Soziologischen Institut der Universität Zürich. Er beruht auf repräsentativen Quartalserhebungen der Stellenangebote in 90 Zeitungen und Anzeigern, auf 12 Onlinestellenportalen und 1300 Unternehmenswebsites.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz S. am 05.10.2017 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tatsächlich????

    Wird das Geschäft von einem Deutschen geführt und/oder ist im HR-Bereich ebenfalls eine deutsche Fachkraft, hat man in der Schweiz kaum den Hauch einer Chance, angestellt zu werden. Das ist leider die Tatsache, die verschwiegen wird. Warum wohl? Weil man eben lieber an der Realität vorbei spricht.

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  • weissesned am 05.10.2017 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Stelleninserate bedeutet:

    Mehr Stelleninserate bedeutet im Normalfall nicht mehr Bedarf an Personal, sondern ganz einfach eine höhere Fluktuation was in der Regel mit einer höheren Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern verbunden ist.

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  • Michél am 05.10.2017 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Kann ich nicht bestätigen

    Nun ich als deutscher, 15 Jahre hier, finde als Fachkraft keinen Job. vielleicht schon zu alt und teuer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bewerber am 07.10.2017 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ausreden statt Ehrlichkeit

    Warum wird man von HR Personal ständig angelogen?

    • Human Ressources am 09.10.2017 11:52 Report Diesen Beitrag melden

      HR Person

      Es kann durchaus vorkommen, dass Bewerber rechtlich gegen den potenziellen Arbeitgeber vorgehen wollen. Teilweise ist es einfach sicherer die Absage spärlich zu begründen.

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  • dasa am 05.10.2017 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo finde ich einen Job jetzt

    Wer bitte findet hier am einfachsten einen Job nirgends habe ich gelesen nur wo mehr ausgeschriebene Stellen bla bla super

    • Nationless am 06.10.2017 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @dasa

      In der Ost und Zentralschweiz als jungen 40 versteht sich, spezialisiert aus der Informatikbranche was immer auch das sein mag. Da sind Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer schwer zu beglücken. Denn junge Informatiker bevorzugen meist in attraktiven Städten zu arbeiten und zu leben. Arbeitgeber wollen aber junge spezialisierte Informatiker mit x Jahren Erfahrung welche noch in peripheren Lagen leben sollen. So bleiben nur Grenzgänger oder die PFZ. Aber auch die wollen vornehmlich in den Städten leben. Da sieht man dass Standortförderung für alle Kakao ist.

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  • Tess van Brook am 05.10.2017 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HR Fachfrau

    Wieso wettern soviele über die HR-Leute. Wir haben einen ehrenwerten Beruf. Und picken uns die Rosinen raus. Gott spielen, gut kassieren und den ganzen Tag wichtige Meetings, LinkedIn Kandidatinnen stalken, KPIs, Talent Aquisation Strategy, Starbucks, Sourcing. We the best.

    • Simon am 05.10.2017 23:09 Report Diesen Beitrag melden

      Ehrenwert?

      Früher waren Personalverantwortliche noch für das Personal verantwortlich und ihm gegenüber zu 50% verpflichtet. Heute sind Sie vielfach nur noch die 100%-igen Handlanger der Arbeitgeber und nur noch diesen verpflichtet.

    • Jasmin am 06.10.2017 17:17 Report Diesen Beitrag melden

      Solange es läuft....

      Habe zwei HR-Damen mit Burnout kennengelernt. Die sind nun auf der andere Seite unterwegs und erleben nun das Stigma der HRs am eigenen Leib. Hochmut kommt vor dem Fall.

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  • SL am 05.10.2017 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wer arbeiten will findet Arbeit

    Ich 31, bin in Kufstein Bereichsleiter und suche verzweifelt nach Fachkräften! Bin vor 13 Monate ausgewandert, sofort stelle gefunden und nach 9 Monate befördert worden. Hier zählt die Arbeit und Leistung und nicht welche Schule man gemacht hat!

    • MadChengi am 05.10.2017 19:24 Report Diesen Beitrag melden

      @SL in Kufstein

      War in USA auch mal so...bevor's bergab ging und deren moderne Konzernpolitik nun dank Globalisierung einen Scherbenhaufen nach dem anderen anrichtet!

    • rocky53 am 06.10.2017 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MadChengi

      sorry aber in usa immer noch so wenn man spezialist ist

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  • Rheintaler am 05.10.2017 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Stellensuche ist nicht schwer

    Also ich finde die Stellensuche nicht schwer. Man muss halt arbeiten wollen. Das merken auch die Arbeitgeber. Und wichtig ist auch das man sich immer weiterbildet. Ich bin auch ursprünglich vom SG Rheintal und bin jetzt nach Solothurn gezogen weil einfach die Weiterbildungen näher sind und qualitativ sehr hochwertig sind. Jetzt bin ich an der höheren Fachprüfung dran und bin sehr zufrieden. Aber ich werde nicht mehr ins Rheintal zurückkommen, das weiss ich schon jetzt. Gruznd ist einfach das Lohnniveau.

    • Blödsinn am 06.10.2017 18:34 Report Diesen Beitrag melden

      Stellensuche ist nicht schwer

      Stellensuche ist nicht schwer, man muss nur kündigen!

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