Kryptokätzchen

06. Dezember 2017 18:26; Akt: 06.12.2017 18:26 Print

Jetzt kommt das Büsi aus der Blockchain

Sie sind eine Mischung aus Pokémon und Tamagotchi: die Cryptokitties. Das Game macht bereits 12 Prozent des Traffics im Ethereum-Blockchain-Netzwerk aus.

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Die Cryptokitties sind das momentan am schnellsten wachsende Phänomen im Krypto-Bereich und eines der ersten Spiele, die auf der Blockchain basieren. Wer zwei Kätzchen hat, kann damit Nachwuchs züchten und das Tier weiterverkaufen. Jede Katze ist wegen der Blockchain-Technologie einzigartig und im Besitz des Eigentümers. Bereits in der ersten Woche war das Spiel so populär, dass es derzeit über 12 Prozent des Transaktionsvolumens im Ethereum-Netzwerk ausmacht. Die Cryptokitties erinnern an den Hype ums Tamagotchi. Dieses japanische Spielzeug mit dem virtuellen Küken war Ende der Neunzigerjahre enorm verbreitet. Das Tierchen wollte gehegt und gepflegt werden, ansonsten drohte der digitale Tod. Anders als bei den Kryptowährungen Bitcoin oder Ether sind die Cryptokitties eine Art virtuelle Sammelobjekte. Was haben unsere Leser mit Bitcoins schon alles erlebt? Noemi D. hatte ein mulmiges Gefühl, als sie 2014 für knapp 525 Franken einen Bitcoin kaufte. Experte Daniel Diemers bestätigt: Bitcoin wird auch im kriminellen Umfeld benutzt, etwa im Zusammenhang mit der Ransomware Wannacry. Mehrere Leser wünschen sich, sie hätten mal Bitcoin verkauft beziehungsweise nicht zu früh verkauft. Flurin D. hat einen Stick mit 50 Bitcoins drauf per Post verschickt. Leider kam dieser nie an. Diemers empfiehlt darum, Back-ups zu erstellen. Alessio C. und seine Geschäftspartner verloren beim Konkurs von Mt. Gox praktisch all ihre Bitcoins. Schade, denn: «Wir wären heute Millionäre», so C. Dario A. ist begeistert davon, wie viel Gewinn man mit Kryptowährungen erzielen kann. Herkömmliche Aktien kämen da nie ran. So können Bitcoins aussehen, aber eigentlich existiert die Kryptowährung virtuell. Auch das sind Bitcoins, zumindest der Code zum Internetguthaben. Diese Zettel spucken die Bitcoin-Automaten in der Schweiz aus. Der einfachste und schnellste Weg, um an Bitcoins zu kommen, sind SBB-Billettautomaten ... ... oder spezielle Bitcoin-Automaten. Von denen gibt es jedoch nur rund ein Dutzend in der Schweiz. Um Bitcoins zu kaufen, benötigt man eine sogenannte Wallet auf dem Handy oder PC, also ein virtuelles Portemonnaie. In der Regel ist zudem ein Bankkonto notwendig, um herkömmliches Geld in die Kryptowährung umzutauschen. Zwar knackte der Bitcoin am 28. November die Marke von 10'000 Dollar, es ist aber möglich, weniger als 1 Bitcoin zu kaufen und damit auch deutlich weniger auszugeben. Dies, weil jeder Bitcoin in 100'000'000 Teile, sogenannte Satoshis, teilbar ist. Der Name leitet sich vom Namen des Gründers vom Bitcoin, Satoshi Nakamoto, ab. Von ihm gibt es kein verifiziertes Foto. Im Bild ist Dorian S. Nakamoto zu sehen, der zeitweise für diese Person gehalten wurde, die Verbindung zum Bitcoin allerdings abstritt. Wie bei anderen Vermögenswerten müssen Sie zum Jahresende Ihr Bitcoin-Guthaben im Wertschriftenverzeichnis der Steuererklärung deklarieren. Aus Bitcoin-Transaktionen resultierende Gewinne muss man als natürliche Person im Privatvermögen aber nicht versteuern

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Erinnern Sie sich ans Tamagotchi? Dieses japanische Spielzeug mit dem virtuellen Küken, das Ende der Neunzigerjahre eigentlich alle doof fanden, aber dennoch enorm verbreitet war. Das Tierchen wollte gehegt und gepflegt werden, ansonsten drohte der digitale Tod.

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Ans Tamagotchi und ans Pokémon-Karten-Sammeln erinnern nun die Cryptokitties. Die auf der Blockchain basierenden virtuellen Katzen sind das momentan am schnellsten wachsende Phänomen im Krypto-Bereich und eines der ersten Spiele, die auf der Blockchain basieren.

Jedes Tierchen ist einzigartig

Die Idee der Game-Entwickler vom Studio Axiom Zen: Virtuelle Büsi auf der Onlineplattform kaufen, diese vermehren und wieder verkaufen. Wegen der zugrunde liegenden Blockchain ist jedes Büsi einzigartig. Bezahlt wird mit der Kryptowährung Ether. Die Entwickler gebären bzw. minen während eines Jahres über die Ethereum-Blockchain alle 15 Minuten ein neues Tierchen.

Wer zwei Kätzchen hat, kann damit Nachwuchs züchten und das Tier, das dank der Blockchain wiederum einzigartig ist, weiterverkaufen. Die Kryptokätzchen sind eine Art virtuelle Sammelobjekte.

Enorme Preisunterschiede

Bereits in der ersten Woche war das Spiel so populär, dass es derzeit über 12 Prozent des Transaktionsvolumens im Ethereum-Netzwerk ausmacht. Seit dem Start des Spiels sind für die virtuellen Büsi umgerechnet fast 2,9 Millionen Franken ausgegeben worden. Die Preise pro Cryptokittie variieren stark, von einigen Dollar bis zu Fantasiepreisen von umgerechnet über 100’000 Dollar. Der Marktwert von neugeborenen Kryptobüsi liegt meist bei etwa einem halben Dollar.

(sas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler50 am 06.12.2017 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genialer Blödsinn

    Das blödeste seit langem, dennoch findet sich noch Maßen von Menschen die begeistert mitmachen.Zu allem Überfluss sind sie bereit noch freiwillig dafür zu zahlen!! Gratuliere kann ich nur den Erfindern dieser Kryptokätzchen,das wiederum ist Genial!! Wer versteht da nur die Welt!

  • Tangel Investor am 06.12.2017 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Werbung

    Müsst ihr jedesmal Bilder von der Bitcoin Suisse AG verwenden? Diese versteckte Werbung geht mir langsam auf den Keks. Erfahrungen habe ich bis jetzt njr negative mit dieser Firma gemacht.

  • Pamela Anderson am 06.12.2017 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    Erklärung für Dummies?

    ich versteh das nicht

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M. K: am 07.12.2017 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Die Sache hat bald ein Ende

    Der Irrwahn kennt keine Grenzen mehr. Das System steht kurz vor dem Zusammenfall, soviel ist klar.

  • Patrick am 07.12.2017 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Sie verstopfen die Transaktionen!

    Ja und sie verstopfen die Ethereum-Transaktionen komplett. Vor diesem Kitty-Hype gingen Transaktionen mit 1Rp. Gebühr noch locker durch, jetzt geht unter 50Rp. Gebühr nichts mehr!

  • Tangel Investor am 06.12.2017 21:31 Report Diesen Beitrag melden

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    Müsst ihr jedesmal Bilder von der Bitcoin Suisse AG verwenden? Diese versteckte Werbung geht mir langsam auf den Keks. Erfahrungen habe ich bis jetzt njr negative mit dieser Firma gemacht.

  • marko 32 am 06.12.2017 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt

    Gibt's das büsi auch in echt?

  • Realist am 06.12.2017 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    "Hype" ist das richtige Wort

    Das zeigt mal wider das man nur die richtige Idee braucht um reich zu werden. Die Erfinder, nicht die Käufer.

    • marko 32 am 06.12.2017 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Realist

      Super

    • Andreas/Mühl am 07.12.2017 02:13 Report Diesen Beitrag melden

      "Hype" ist das Wort der Neider...

      dann erfinde doch auch etwas !

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