«Private Banking»

18. Dezember 2017 05:44; Akt: 18.12.2017 05:44 Print

So aufwendig war der Dreh des SRF-Zweiteilers

Am Sonntag- und Montagabend strahlt SRF mit «Private Banking» ein Banken-Drama aus. Gedreht wurde im belebten Zürich – was nicht immer ganz einfach war.

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Der SRF-Zweiteiler «Private Banking» erzählt die Geschichte von Caroline Weyer, die zur Chefin einer Zürcher Privatbank wird und das Lebenswerk ihres Vaters zu retten versucht. Die Regulatoren drohen Machenschaften der Bank auf die Schliche zu kommen, und weil das Schweizer Bankgeheimnis unter Druck gerät, wandern Kunden ab. Gegen den Willen ihres Bruders versucht Caroline Weyer (Stephanie Japp, links im Bild), das Ruder herumzureissen und enthüllt nicht nur die Geheimnisse der Bank, sondern auch jene der eigenen Familie. Der Dreh war nicht immer ganz einfach, wie «Private Banking»-Produzent Christof Neracher von Hugofilm Productions erklärt. 20 Minuten verrät er, worauf er und sein Team achten mussten. «Eigentlich war ein ganzer Drehtag für die Szene vorgesehen. Regisseurin Bettina Oberli wollte unbedingt in der originalen Kronenhalle drehen, ­obwohl die Auflage der Kronenhalle war, dass wir spätestens um 11.30 Uhr mit den Dreharbeiten fertig sein müssen. Wir haben deshalb bereits um 5Uhr mit den Arbeiten begonnen. Wegen den engen Platzverhältnissen mussten wir uns logistisch extrem gut vorbereiten und draussen auf dem Trottoir Zelte als Warteraum für die Crew hinstellen, damit wir das Set ­während den Takes leeren konnten.» «Auf das Tram haben wir jeweils gewartet, damit die gewünschte Bildsprache erreicht wird. Die Schwäne haben wir nicht extra platziert, da hatten wir Glück.» «Ausser den allgemeinen Sicherheitsbestimmungen mussten keine besonderen Auflagen eingehalten werden. Da der Dreh von Beginn an im Füsslisaal geplant war, kam die Frage, was wir filmen dürfen und was nicht, gar nicht erst auf.» «Bei dieser Location mussten wir jeweils den richtigen Moment abwarten und haben dann sehr schnell unsere Schauspieler und Statisten in Position gebracht, da man den Paradeplatz natürlich nicht kontrollieren respektive absperren kann.» Szenenbildner Urs Beuter erklärt: «Für die rund 19 Drehtage in der Villa wurde niemand aus seinen Büros gedrängt. Die Villa stand während den Dreharbeiten im März und April 2017 zufälligerweise leer. Die Art-déco-Möbel und die gesamte Einrichtung wurden gemietet. Für die gezeigten Kunstwerke haben wir die Verwendungsrechte abgeklärt. Sie wurden dann für die Filmaufnahmen ausgeliehen oder reproduziert.»

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An welchen Orten und Lokal verkehren Banker, die täglich mit Millionenbeträgen jonglieren, fette Deals mit noch fetteren Kunden abschliessen wollen? Denkt man an die Deutschschweiz, so fällt die Antwort nicht schwer: in Zürich natürlich. Eine Anfrage bei Local.ch mit dem Suchbegriff Banken spuckt sagenhaften 275 Resultate aus – und wir sprechen hier nur von Banken, die in der Limmatstadt ansässig sind. Nicht verwunderlich also, dass das zweiteilige SRF-Drama «Private Banking» an den Zürcher Finanz-Hotspots gedreht wurde.

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Banker mögen den Paradeplatz – das macht Sinn, denn dort, tief unter dem Boden, sollen die Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank liegen. Immerhin etwa über tausend Tonnen. Ausserdem bewegen sich Menschen, die in der Finanzbranche tätig sind, gerne in edlen Lokalen, wie der Dolder- oder Kronenhalle-Bar. Aber auch im Kunsthaus und auf dem Bürkliplatz treiben sie sich rum – das suggeriert zumindest «Private Banking».

Öffentliche Drehorte bringen Probleme mit sich

Drehorte in der Stadt können für eine Filmproduktion nicht einfach so abgesperrt werden und das macht die Sache kompliziert. Wer sich nichtsahnend am Parade- oder Bürkliplatz in Zürich bewegt, möchte sein Gesicht vielleicht nicht unbedingt ein paar Monate später in einem Spielfilm sehen.

Aus diesem Grund mussten sich die Macher von «Private Banking» ein paar Dinge ausdenken, um nicht plötzlich Passanten zu Statisten zu machen. Christof Neracher von Hugofilm Productions, welche das SRF bei der Umsetzung unterstützte, hat 20 Minuten erklärt, worauf das Team achten musste, um an die perfekten Aufnahmen zu kommen. Die Antworten finden Sie oben in der Bildstrecke.

«Private Banking» – Teil 2 läuft heute um 20.05 Uhr auf SRF 1.


Am Anfang des zweiten Teils sind Dominique Rinderknecht und Tamy Glauser als DJs zu sehen. So haben die beiden den Dreh erlebt. (Video: zVg)

(lme/sas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Corrado Marinaro am 18.12.2017 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld

    Wenns uns Geld geht sind wir Schweizer Weltmeister, egal welches Thema. Alles ist "zu" teuer, wenns ned fürs eigene Portemonnaie bestimmt ist.

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  • nerd am 18.12.2017 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist ja klar

    Futter für die no billag Wutbürger.

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  • s.w. am 18.12.2017 06:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Danke an die Macher des Films. die letzten Zweifel bei der No-Billag Initiative ein Ja einzulegen wurden gestern beseitigt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Raffa Gilla am 18.12.2017 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Service Public

    Und das fällt unter den Begriff "Service Public"?...schön wie man gewisse Begriffe "dehnen" kann :)

  • Nervensäge am 18.12.2017 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Tv

    Ist für mich wie wenn ich am Wochenende einen Ecstasy Konsumenten beim Kieferflattern zuschauen muss. Ich glaub ich weiss schon welche Sendungen 2018 kommen. Der Gestockte, der Geschnetzelte, der Umgepolte, die Umgekrämpelte, die Gruftis, Wuschi und Molchi und der Mega Hit Metoo kalt serviert.

  • Bergbüffel am 18.12.2017 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    SRF Film

    Habe den Film nicht gesehen weil ich kein SRF schaue. Darum gilt für mich JA zu No Billag.

  • fabian am 18.12.2017 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    no billag - letzte Zweifel verflogen

    seit gestern ist die Entscheidung gefallen

    • Joker am 18.12.2017 11:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Fabian

      Das stimmt! Die Vorlage muss verworfen werden! Auf!

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  • Daniela am 18.12.2017 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Filme so hölzern

    Also ehrlich: jedem das Seine. Nur: diese hochgelobten -Wilder- oder auch -Tatort-Filme aus der Schweiz sind sowas von hölzern und unfreiwillig komisch. Private Banking tat ich mir gar nicht erst an, nachdem ich die Trailer 300x gesehen hatte. Hauptproblem sind die Dialekte resp. Hochdeutsch der Schauspieler, es gibt auch gute Schweizer Filme, was die Serien betrifft: geht eher in die Kategorie 'unfreiwilliger Humor'. Aber wenn man das Zeugs ins Ausland verkaufen kann, warum nicht?