SRF-Krimi «Wilder»

13. Dezember 2017 05:55; Akt: 13.12.2017 06:51 Print

Autoren schreiben bereits an der zweiten Staffel

Gestern lief die letzte «Wilder»-Folge am TV und liess die Zuschauer mit feuchten Augen und vielen offenen Fragen zurück. Doch es gibt Hoffnung: Die zweite Staffel ist in Arbeit.

Hätte «Wilder» so geklungen wie der hilflose Versuch von 20 Minuten, dann gäbe es wohl keine zweite Staffel des Krimis. (Video: 20 Minuten mit Material von SRF)
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Kaum je hat eine Schweizer Krimi-Serie so sehr gepackt wie «Wilder». Die dichte Story, der packend aufgezogene Plot, die herausragenden Schauspieler und die frostigen Bilder sorgten dafür, dass regelmässig über eine halbe Million Zuschauer «Wilder» einschalteten. Stellenweise erreichte der SRF-Krimi einen Marktanteil von über 40 Prozent. Und auch online erzielte der Krimi mehr Klicks als viele andere SRF-Formate.

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Eine zweite Staffel «Wilder» – Ja, oder nein?

Gestern erreichte «Wilder» mit der sechsten und letzten Folge unter dem Titel «Abgrund» den vorerst letzten Höhepunkt – auf vielen Ebenen. Die zerbröckelnde Familie von Kommissarin Rosa Wilder rührte viele vor dem Schirm zu Tränen, die plötzliche Wendung im Mordfall Armon Todt überraschte, und wie viele, dunkle Geheimnisse die Bewohner von Oberwies seit Jahren mit sich herumtragen, liess wohl viele vor dem Bildschirm erschaudern.

«Autoren arbeiten an einer zweiten Staffel»

«Wilder» kam beim Publikum so gut an wie schon lange keine SRF-Eigenproduktion in den letzten Jahren. Das, und die Tatsache, dass der Krimi gestern noch einige brennende Fragen offen liess, spricht für eine zweite «Wilder»-Staffel. Und die ist bereits in Arbeit, wie SRF-Sprecherin Nadine Gliesche gegenüber 20 Minuten bestätigt: «Die Autoren arbeiten bereits an der Geschichte für eine mögliche zweite Staffel.»

Bevor Sie jetzt den Champagner klöpfen – Gliesche relativiert: «Es gibt allerdings noch produktionelle und finanzielle Fragen, die geklärt werden müssen. Die Entscheidung über eine zweite Staffel fällen wir also erst Anfang nächsten Jahres.»

Auch Netflix zeigt Interesse

«Wilder» hat internationale Kragenweite und das weckt Begehrlichkeiten. Zuletzt konnte man das bei der anderen SRF-Erfolgsserie «Der Bestatter» beobachten. Der Krimi um Mike Müller wurde in verschiedene Sprachen übersetzt, und auch Netflix hat «Der Bestatter» ins Portfolio aufgenommen.

Ganz so weit ist «Wilder» zwar noch nicht, doch es sieht laut Urs Fitze, SRF-Bereichsleiter Fiktion, nicht so schlecht für den Sprung auf die internationale Bühne aus. «Eine kleine Anzahl an Folgen ist immer etwas schwerer zu verkaufen als zum Beispiel eine Staffel mit zwölf Folgen. Beim ‹Bestatter› mussten wir auch warten, bis die zweite Staffel ausgestrahlt war. Wir stehen aber bereits in Verhandlung und hoffen natürlich auf einen positiven Ausgang», erklärt Fitze auf Anfrage von 20 Minuten.

(lme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • simpel am 13.12.2017 06:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    erkenne den Unterschied

    Wilder und Bestatter sind Billag finanziert. Der Bachelor nicht. Kleiner Denkanstoss.

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  • Chrische am 13.12.2017 07:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieder

    Das war wieder mal ein guter Krimi. Konnte denn jeweiligen Dienstag fast nicht abwarten. Schauspieler und Landschaft waren hervorragend. Weiter so.

  • Lämpel am 13.12.2017 06:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Früchte der Billag

    Interessante, originelle Geschichte, tolle Schauspieler, künstlerisch perfekte Verfilmung. Ganz grosses Kino! Bravo

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Die neusten Leser-Kommentare

  • jaques am 14.12.2017 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Same same but diffrent.

    SRG: Ich zahle 350.- /Jahr und kriege pro Jahrzehnt eine Produktion die anschaubar ist. Netflix ich Zahl 70.- /Jahr und ich krieg wöchentlich neue Serien bzw. Netflixproduktionen die fast alle grossartig sind. Freue mich schon wenn wir die SRG im Frühling vernichten.

  • Cira1206 am 14.12.2017 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wilder und Bestatter, NEIN

    Es reicht mit den überteuerten Eigenproduktionen.

  • Jecky am 14.12.2017 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne mich

    OMG! So etwas Schlechtes habe ich schon lange nicht mehr gesehen! Ich mag Krimis und habe mich auf die Serie gefreut. Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Wurde aber mal wieder erneut enttäuscht von SRF. Schauspielerische Leistung ist Mittelmass. Die Geschichte nicht wahnsinnig originell und eher langfädig. Schauplätze manchmal komisch, aber das ist wohl, wenn man die Orte kennt auffallend. Was die Dialekte angeht - auch eher unpassend. Ich verstehe den Hype nicht was die CH-Sendungen angeht. Damals Lüthi & Blanc. Schlechtes Theater vom Feinsten. Der Bestatter genauso.

  • TV viewer am 14.12.2017 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mal ganz ehrlich - meine Meinung

    Wenn ich Schweizer Berge sehen will, dann fahre ich dorthin; erwarte es aber nicht von einem Krimi. So nebenbei geht es ja noch; aber Swissview im Krimi braucht es nicht. Von einem Krimi erwartet man Action und Spannung; es war aber eher zum eindösen. Ein, zwei Schauspieler waren ganz gut; ein oder zwei ordentlich; der Rest schweizer Mittelmass. Persönlich hasse ich Mehrteiler, da ich nicht jeden Dienstag zuhause sitzen kann. Das ganze wirkte irgendwie zu düster und zu depressiv. Nun gut, die Geschmäcker sind verschieden; mich lockt man damit nicht hinter dem Ofen hervor.

  • xbert am 13.12.2017 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    grosser kanton

    ansich eine gute und unterhaltsame kriminalgeschichte. wenn man aber die schauplätze kennt ist es schon einwenig vewirrend. man fährt ja nicht schnell mal von bern auf den urnerboden dann ins klönthal und wieder zurück, zweidreimal am tag. aber in der geschichte ist ja alles nahe zusammen und daher für geografisch unwissende völlig egal.