Alec Baldwin

18. September 2017 02:40; Akt: 18.09.2017 16:11 Print

«Endlich, Herr Präsident, hier ist Ihr Emmy»

In Los Angeles findet die 69. Emmy-Preisverleihung statt. Die Show «Saturday Night Live» und «Big Little Lies» erweisen sich als Abräumer – und auch Donald Trump erhält einen Award.

69. Emmy-Preisverleihung: Die Comedy-Sendung «Saturday Night Live» hat sich als früher Abräumer erwiesen. (Video: Tamedia/AFP/AP)
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Bei der Verleihung der Emmy Awards hat sich die Comedy-Sendung «Saturday Night Live» als früher Abräumer erwiesen. Gewinner waren am Sonntagabend (Ortszeit) unter anderem Kate McKinnon und Alec Baldwin, die Hillary Clinton und US-Präsident Donald Trump in der NBC-Show porträtierten. Am vergangenen Wochenende wurde vorab bereits Melissa McCarthy für ihre Darstellung des Ex-Pressesprechers des Weissen Hauses, Sean Spicer, mit einem Emmy geehrt.

Die 69. Emmy-Verleihung

Bei der Annahme ihres Preises bedankte sich McKinnon bei Clinton für deren Anmut und Rückgrat. Baldwin richtete seine Worte direkt an Trump, der sich in der Vergangenheit beklagt hatte, die begehrte Auszeichnung für seine Sendung «Celebrity Apprentice» nicht bekommen zu haben: «Endlich, Herr Präsident, hier ist Ihr Emmy», so Baldwin.

Für eine amüsante Überraschung hatte zuvor Sean Spicer selbst gesorgt, der auf die Bühne trat und sagte, die Zuschauerzahlen der Preisverleihung seien so gross wie nie. «Punkt», erklärte er zur Bekräftigung und spielte damit auf die Debatten an, die es im Januar um die Zuschauerzahlen bei der Amtseinführung Trumps gegeben hatte.

Kidman bekommt Emmy

Schauspielerin Nicole Kidman ist mit einem Emmy Award für ihre Rolle in der TV-Miniserie «Big Little Lies» ausgezeichnet worden. Bei ihrer Dankesrede am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles würdigte sie vor allem Co-Schauspielerin Reese Witherspoon, ohne deren Hilfe sie die Auszeichnung nicht bekommen hätte, so Kidman. Mit Blick auf die HBO-Serie erklärte sie, die Macher betonten mit ihr das Thema häusliche Gewalt. Diese sei eine «komplizierte, heimtückische Krankheit».

Die US-Produktion «Veep» hat den Emmy in der Kategorie beste Comedy-Serie gewonnen. Ebenfalls triumphieren konnte Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus für ihre Darstellung in «Veep» – zum sechsten Mal in Folge wurde sie am Sonntagabend (Ortszeit) mit einem Emmy ausgezeichnet. In der TV-Serie des Senders HBO geht es um eine aufsteigende US-Politikerin, die später ihre Präsidentschaft verliert. Zum zweiten Mal während der diesjährigen Veranstaltung siegte zudem Donald Glover. Er bekam den Preis in der Kategorie bester Comedy-Darsteller für seine Rolle in «Atlanta». Einen ersten Preis hatte er zuvor für seine Regie-Arbeit (ebenfalls «Atlanta») abgeräumt.

«Das ist fantastisch»

Der 71-jährige US-Schauspieler John Lithgow ist zum Auftakt der Verleihung der US-Fernsehpreise Emmys als bester Nebendarsteller ausgezeichnet worden. Lithgow bekam den Preis in der Nacht zum Sonntag in Los Angeles für seine Rolle in der TV-Serie «The Crown», die vom Leben der jungen britischen Königin Elizabeth II. handelt und beim Streamingdienst Netflix zu sehen ist. «Das ist fantastisch, ich fühle mich so glücklich, dass ich gewonnen habe», sagte Lithgow.

Die Emmys, die als wichtigste Fernsehpreise der Welt gelten, werden in diesem Jahr zum 69. Mal verliehen. Durch den Abend führt Late-Night-Moderator Stephen Colbert. Über die Sieger haben die rund 22'000 Mitglieder der Academy for Television Arts & Sciences entschieden. Die Comedy-Sendung «Saturday Night Live» und die Science-Fiction-Serie «Westworld» führen mit jeweils 22 die diesjährigen Emmy-Nominierungen an.

Die enorm populäre Fantasyserie «Game of Thrones», die in den vergangenen Jahren die Emmys dominiert hatte, ist diesmal nicht im Rennen. Der Grund ist, dass in dem für die Preisvergabe relevanten Zeitraum keine neue Folgen ausgestrahlt wurden.

Eine Auswahl der Gewinner:

  • Dramaserie: «The Handmaid's Tale»
  • Regie, Dramaserie: Reed Morano, «The Handmaid's Tale»
  • Hauptdarsteller, Dramaserie: Sterling K. Brown, «This is Us»
  • Hauptdarstellerin, Dramaserie: Elisabeth Moss, «The Handmaid's Tale»
  • Nebendarsteller, Dramaserie: John Lithgow, «The Crown»
  • Nebendarstellerin, Dramaserie: Ann Dowd, «The Handmaid's Tale»
  • Comedy-Serie: «Veep»
  • Regie, Comedy-Serie:Donald Glover, «Atlanta»
  • Hauptdarsteller, Comedy-Serie: Donald Glover, «Atlanta»
  • Hauptdarstellerin, Comedy-Serie: Julia Louis-Dreyfus, «Veep»
  • Nebendarsteller, Comedy-Serie: Alec Baldwin, «Saturday Night Live»
  • Nebendarstellerin, Comedy-Serie: Kate McKinnon, «Saturday Night Live»
  • Miniserie: «Big Little Lies»
  • Regie, Miniserie: Jean-Marc Vallee, «Big Little Lies»
  • Darsteller, Miniserie: Riz Ahmed, «The Night Of»
  • Darstellerin, Miniserie: Nicole Kidman, «Big Little Lies»
  • Nebendarsteller, Miniserie:Alexander Skarsgard, «Big Little Lies»
  • Nebendarstellerin, Miniserie: Laura Dern, «Big Little Lies»

(foa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Normaler Bürger am 18.09.2017 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr

    Am Anfang wo Trump gewählt wurde und so etwa die ersten 15, evtl die ersten 20mal veräppelt und auf den arm genommen wurde, fand ich es noch recht amüsant und komisch. Bin kein trumpfan aber das thema ist echt nur noch langweillig.

  • Gohts no am 18.09.2017 07:38 Report Diesen Beitrag melden

    Dampfplauderer

    Diese oberflächlichen Promis sollten sich einmal fragen, warum es überhaupt so weit kommen konnte, dass ein Trump Präsident wird. Die liebe Hillary und die ganze Society sind so weit weg von den einfachen Leuten und den Alltagssorgen und Probleme, wie die Sonne von der Erde. Und in einer Demokratie hat richtigerweise jeder Mensch eine Stimme.

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  • Melanie am 18.09.2017 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    wie lustig

    "Amüsante Überraschung" wenn einer, der für Trump gearbeitet hat und gefeuert wurde, nun auf die Bühne tritt und Witze macht? Ich denke nicht. Ist das Erinnerungsvermögen so kurz/schlecht? Oder kann er so alles wieder gut machen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • marko 32 am 18.09.2017 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump

    Super

  • Duffmann am 18.09.2017 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    typisch

    promis sollten sich aus der Politik fernhalten. die leben so realitätsfern mit ihrem Luxus

    • Markus R. am 19.09.2017 01:51 Report Diesen Beitrag melden

      Wieso sollen sich Promis aus der Politik

      fernhalten ? Ich finde es auf alle Fälle sehr gut wenn sogar Schriftsteller wie Stephen King sich mit Donald Trump anlegt. Und die Promis sind auch Menschen, die das recht dazu haben, ihre Meinung zu sagen.

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  • Jean Weiss am 18.09.2017 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Sean Spicer

    ...hat den besten Auftritt! Auch in allen anderen Shows und Interview wo er nun auftritt, macht er die besste Falle! Läst sich zu keiner Schmutz-wäsche hinreissen, und dennoch sehr humorvoll mit viel Witz

  • Lana am 18.09.2017 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Schauspieler sind

    privilegierte Menschen. Sie sollen ihr Vermögen und ihre Zeit zugunsten der weniger Privilegierten einsetzen, dann wird auch ein Trump nicht gewählt.

    • Martin am 18.09.2017 11:11 Report Diesen Beitrag melden

      Hirnlose Rassiten

      Wie bitte? Viele Schauspieler tun dies, taten dies. Also hat dies sicherlich nichts zu tun das Trump gewählt wurde. Den Rassisten sind nicht weniger Privilegiert die sind einfach minder bemittelt. Ganz einfach. und dort liegt das Hauptproblem in den US. Der Rassismus ist allgegenwärtig, aber niemand will es zugeben.

    • W. Tell am 18.09.2017 12:31 Report Diesen Beitrag melden

      Besser verteilen.

      Wäre das Geld besser verteilt, gäbe es weniger Rassismus. Punkt!

    • Mary J am 18.09.2017 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Lana

      Witzig, da gibt es einige Multimilliardäre die noch nie was gespendet haben, lieber die Kloschüssel vergolden als etwas abgeben und nun bekommen die auch noch Steuererleichterungen! Trump ist das beste Beispiel, seine angebliche Stiftung war dermassen verkommen dass er sie geschlossen hat, bevor man seine Betrügereien aufdecken konnte!! Viele Darsteller machen etwas und haben eigene Stiftungen, wenn es Sie wirklich interessieren würden, wüssten Sie das!!!

    • Markus R. am 19.09.2017 01:54 Report Diesen Beitrag melden

      Leonardo Di Caprio ist ein

      privilegierter Mensch, und er setzt sich schon seit einiger Zeit gegen den Klimawandel ein. Aber keiner wollte auf ihn hören, genauso wie Jahre zuvor Al Gore und nun kommt schon der nächste Hurrikan auf die USA los. Ausserdem hat man die Warnungen von Di Caprio ignoriert und doch Donald Trump gewählt.

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  • robär am 18.09.2017 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Promi wer

    Promis die Ihre Villen mit Mauern und Securitis bewachen sind gegen Mauer zu Mexico genau das ist es was die Welt braucht die reden genauso blödsinn wie all die Politiker die nur für ihr Wohlwollen ihre Ämter inne haben und nie für die mehrheit Ihres Volkes.