Gefährliche Werbung

11. Oktober 2017 21:29; Akt: 11.10.2017 21:29 Print

Schadsoftware bedroht Millionen Pornhub-Nutzer

Aufgrund einer Sicherheitslücke geriet eine Schadsoftware auf das Sex-Portal. Die Attacke der Hacker soll über ein Jahr lang unbemerkt geblieben sein.

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Kriminellen ist es gelungen, eine Schadsoftware auf Pornhub.com zu platzieren. Und zwar über die Werbebanner der Website. Besucher des Sex-Portals wurden über Anzeigen dazu aufgefordert, angebliche Updates für Browser wie Firefox, Chrome oder einen Flash-Plugin zu installieren. Taten sie das, holten sie sich einen Trojaner auf ihren Computer.

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Laut Forschern des Sicherheitsdienstleisters Proofpoint blieb die Attacke der Hacker auf das Anzeigen-Netzwerk von Pornhub über ein Jahr lang unentdeckt. So dürften Millionen von Nutzern der betrügerischen Werbung auf dem Portal begegnet sein. Wie viele leichtgläubig genug waren, auf eines der Banner zu klicken und das vermeintliche Update zu installieren, ist unklar. Das Schlupfloch der Malware wurde mittlerweile behoben.

Der Schädling namens Kovter wird häufig von sogenannten Klickbetrügern im Netz eingesetzt. Das Programm übernimmt nach Installation teilweise die Kontrolle über den Computer und klickt weiter auf manipulierte Werbebanner einer Website. Im Falle von Pornhub wurden damit Einnahmen für die Hintermänner des Angriffs, eine Gruppierung namens KovCoreG, generiert.

Keine Überraschung

Klickbetrug im Netz ist vergleichsweise harmlos. Durch die Sicherheitslücke hätten laut den Experten von Proofpoint weit unangenehmere Schadprogramme, eine Erpressersoftware etwa, auf die Rechner von Pornhub-Besucher geraten können. Da die vorgetäuschten Anzeigen mit einem Geo-Taggin versehen wurden, sind davon ausschliesslich Nutzer in den USA, Australien, Kanada und Grossbritannien betroffen.

Dass Pornhub zum Ziel der Hacker wurde, ist nur wenig überraschend. Auf der Website befinden sich unzählige Werbebanner und Pop-ups. Bei Letzteren wird zusätzlich zur betrachteten Seite ein weiteres Browserfenster mit einer Anzeige geöffnet. Da Pornhub laut Schätzungen jährlich 26 Milliarden Aufrufe verzeichnet, ist die Website für Kriminelle ein besonders attraktives Ziel.

(hau)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Johnny am 11.10.2017 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Werbeblocker

    Da die Werbeindustrie seit Jahren das Problem mit Malware-Werbung nicht in den Griff kriegt ist und bleibt die einzige Lösung der konsequente Einsatz von Werbeblockern. Auch wenn dieser Kommentar als Pro-Werbeblocker vermutlich wegmoderiert wird. :)

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  • Etienne Aubert am 11.10.2017 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Beunruhigend!

    Wenn ich nicht einmal mehr Pornhub besuchen kann, ohne mir etwas einzufangen, wie sicher soll ich mich dann im Bordell fühlen!

  • Dr.Samstag am 11.10.2017 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nötig

    Wenn ein Bedürfnis da ist, muss man es Befriedigen. Sonst ist man unglücklich im Leben. Also wer will ,der soll und wer nicht will, soll sich nicht aufregen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alexander am 12.10.2017 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pornhubexperte

    Für alle die wissen wollen, wie die Dame auf dem 5. Bild heisst. - Sydney Cole Bitteschön ;)

  • Johnny am 12.10.2017 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ach kommt

    Wer ist denn so blöd, Updates für den Browser über irgendwelche Drittseiten zu installieren :D Naja für sowas gibt es auch AddBlocker.

  • Franz Meister am 12.10.2017 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    naja...

    Einfach ein Browser-Plugin wie "NoScript" oder "Scriptsafe" verwenden und dazu ein Adblocker....Ich gebe mit einm Klick die Webseite frei (merkt sich das), ohne aber andere Verbindungen, d. h. von anderen DOMAINS freizugeben. Man ist geschützt und hat wenige Ladenzeit =)

  • PH-Nutzer am 12.10.2017 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Auch in der Schweiz!

    Auch die Schweizer PH-Nutzer sind betroffen! Ich bekam die Meldung auch aber bin nicht darauf rein gefallen ;-) Für die welche es erwischt hat wäre aber wichtig zu wissen wie man feststellen kann ob man wirklich betroffen ist (Registrie-Eintrag?) und wie man die Schadsoftware wieder los wird. Solche Meldungen verbreiten sonst nur Angst und Schrecken weil viele nicht wissen ob sie nun betroffen sind oder nicht...

  • Anonym am 12.10.2017 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Oh lala!

    Weiss jemand, wer die Dame auf Bild Nr. 5 ist? Mega schön!

    • Reto am 12.10.2017 08:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anonym

      Leider nein. Aber guck dir mal August Ames oder Jynx Maze an, die haben auch einiges drauf ;)

    • Si Klaro am 13.10.2017 09:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anonym

      Klar kenn auch den film woher das foto stammt, sie heisst sydney cole

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