Schlecht geschützt

05. Januar 2018 13:24; Akt: 05.01.2018 13:24 Print

«Ernste Sicherheitslücken bei Dating-Apps»

IT-Experten haben sich die Sicherheit von Tinder & Co. genauer angeschaut. Das Resultat: Vertrauliche Daten sind nicht immer geschützt.

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Bei der Nutzung von Dating-Apps geht es nicht nur darum, sich im besten Licht zu präsentieren. Zwangsläufig gibt man auch einiges von sich selber preis. Ob sexuelle Vorlieben, private Informationen oder gar Nacktfotos – die Firma Kaspersky Lab wollte herausfinden, wie sicher die Anbieter mit diesen Daten umgehen.

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Insgesamt wurden neun Dating-Apps auf Schwachstellen in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz überprüft. Zu den untersuchten Apps gehören unter anderem Tinder, OK Cupid und Zoosk. Das Fazit: Bei den Apps gebe es ernste Sicherheitslücken.

Tracking der Nutzer

«Unsere Analyse zeigt, dass sich Nutzer von Dating-Apps um Cybersicherheit kümmern sollten, da viele dieser Dienste nicht gegen verschiedene Arten von Angriffen geschützt sind», sagt Roman Unuchek, Sicherheitsexperte von Kaspersky Lab. Bei den Apps gebe es verschiedenste Schwachstellen.

Unter anderem sei es bei über der Hälfte der Nutzer möglich, ihren vollständigen Namen und die Adresse ihrer Social-Media-Profile herauszufinden. Bei sechs von neun Apps sei es Dritten möglich, den Standort der Nutzer zu bestimmen. Ausserdem könnten bei fünf von neun getesteten Apps Daten innerhalb der verschlüsselten Verbindung abgefangen werden.

Wie kann man sich schützen?

Nicht nur die Technik selber stellt dabei ein Risiko dar. «Die Nutzer bringen sich auch selbst in Gefahr, indem sie sensible persönliche Informationen in ihren Profilen, wie zum Beispiel ihren Ausbildungs- oder Arbeitsort, weitergeben», so Unuchek. Dies ermögliche es, Nutzer der Dating-Apps zu stalken.

Um sich bei der Nutzung von Dating-Apps besser zu schützen, rät Kaspersky Lab dazu, einige Sicherheitsmassnahmen zu beachten. Unter anderem sollten öffentliche WLAN-Netze gemieden werden. Zudem wird empfohlen, per VPN eine sichere Verbindung zum Internet herzustellen. Und es sollten nur wenige private Informationen geteilt werden.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jacqueline am 05.01.2018 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zoosk

    Ich war zwei Monate bei der Dating Plattform Zoosk angemeldet. Seit ich mein Profil gelöscht habe, bekomme ich E Mails aus England von Privat Personen. Jetzt weiss ich,von wo Sie meine E Mail Adresse haben. Dies ist sehr ärgerlich.

    einklappen einklappen
  • Herr Max Bünzlig am 05.01.2018 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    vermutlich sind nicht nur Dating Apps betroffen

  • Tim am 05.01.2018 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dating-App?

    Sind das diese Plattformen wo nur Fakeprofile aufgeschaltet sind?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marcel P. am 06.01.2018 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Fakes

    Fürs Dating nutze ich sicher keine Dating Apps. Auf der Strasse, in der Badi, auf der Skipiste, im Café, an der Bar, im Zug oder am Arbeitsplatz sehe ich wenigstens, wie die Person wirklich aussieht.

    • Bastian the Skeptic am 06.01.2018 20:59 Report Diesen Beitrag melden

      @ Marcel P.

      Die übermässige Schminke und die Ops mancher Frauen lässt dich auch nicht ihr wahres Gesicht zeigen. Da muss man schon ein bisschen tiefer gehen ...

    einklappen einklappen
  • Markus am 06.01.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Beabsichtigt

    Das ist kein Bug, sondern ein Feature, welches das Profil einer grösseren Interessegruppe zugänglich machen soll. Hacker brauchen ja auch Liebe.

  • Sicherheitsloch am 05.01.2018 23:48 Report Diesen Beitrag melden

    Geheimdienste müssen arbeiten können.

    Ein Menge schlimme Sicherheitslöcher warten noch auf uns. Teilweise sind sie schon implementiert oder noch in der Entwicklung. Fehlerfreiheit und Sicherheit existiert nicht. Die Werbung gaukelt das nur vor. Die Geheimdienste müssen arbeiten können.

  • Roberto A. am 05.01.2018 19:35 Report Diesen Beitrag melden

    Das Sicherheitsbewusstsein muss wachsen

    Welche Daten ich nicht als privat einstufe, verwende ich auch auf Internet Plattformen. Es ist gut wenn Jeder einen digitalen Abdruck bewusst positiv beeinflusst. Gesundheit und Krankheiten und Geld, was ich der Privatsphäre zuordne kommt gar nicht ins Internet. Denn das Internet ist nicht vertraulich und vergisst nie. Selbst Telefongespräche führe ich unterdessen nur noch sicher verschlüsselt. Denn am Telefon fragt fast jeder einmal: Was hat der Doktor gesagt? Normale Telefongespräche werden heute zu 98% massenüberwacht und landen der persönlichen Stimme zugeordnet in "Big Data".

  • Tim am 05.01.2018 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dating-App?

    Sind das diese Plattformen wo nur Fakeprofile aufgeschaltet sind?