Gamescom

24. August 2017 13:20; Akt: 24.08.2017 13:20 Print

Realitycheck für Schweizer Gamedesigner

von Jan Graber, Köln - Zum dritten Mal hat Pro Helvetia unter dem Label #Swissgames Schweizer Entwickler an die Gamescom in Köln eingeladen. Die Präsenz zahlt sich aus.

Schweizer Gamedesigner geben Einblick in ihre neuesten Produktionen (P. Stirnemann / T. El Sayed)
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Als die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia 2015 erstmals 15 Schweizer Gamedesigner an die grösste europäische Gamemesse, die Gamescom in Köln, einlud, handelte es sich um ein Experiment. Würde sich die Investition von rund 100'000 Schweizer Franken für die Miete der Ausstellungsfläche, den Bau des #Swissgame-Standes, die Promotion und die Eintritte für die Aussteller lohnen?

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Sie tat es, die anwesenden Gamedesigner konnten nützliche Kontakte knüpfen und einige der damals gezeigten Games – «Far», «Deru» (ehemals «Schlicht») – stehen kurz vor der Veröffentlichung oder sind erschienen («Cloud Chasers»). Nach der letztjährigen Gamescom hat Pro Helvetia deshalb nun zum dritten Mal 100'000 Franken in die Hand genommen und 18 Schweizer Game-Entwickler nach Köln eingeladen. «Dieses Jahr ist eine neue Generation von Designern dabei», sagt Michel Vust, Verantwortlicher Förderung interaktive Medien bei Pro Helvetia. Einige Gamescom-Veteranen sind zwar ebenfalls vor Ort und zeigen Spiele, doch andere sind nur für direkte Meetings angereist.

Kommen die Games gut an?

«Messen wie die Gamescom sind für unbekannte Designer wichtig und ein erster Schritt in die professionelle Welt», sagt Vust. So könnten sie erste Erfahrungen sammeln, Kontakte zu Publishern und möglichen Investoren knüpfen und ihre Spiele einem breiteren Publikum zeigen. Für viele Designer ist die Gamescom auch ein Reality-Check: Was kommt in einem Game gut an und was funktioniert nicht?

Schweizer Games an der Gamescom 2017

Damit die Designer nicht Däumchen drehend herumstehen, hat Pro Helvetia über hundert Branchen-Profis eingeladen; der Schwerpunkt ist unterdessen gut mit der internationalen Gamedesigner-Gilde vernetzt. Das war nicht immer so, wie Michel Vust sagt: «Als wir 2010 mit der Förderung anfingen, hatten wir kaum Erfahrungen im Gamebusiness.» Heute können Schweizer Gamedesigner von einem internationalen Netzwerk profitieren, das ebenso in die Nachbarländer der Schweiz wie nach Skandinavien und in die USA reicht. «Um Aufmerksamkeit für die Schweizer Gamedesigner zu schaffen, haben wir 2014 die Marke #Swissgames eingeführt», sagt Vust. #Swissgames werde heute von der Industrie gut wahrgenommen.

Rund um den Erdball

Unter dem Label werden die Schweizer Gamedesigner an Messen und Konferenzen in San Francisco, Austin, Köln, Malmö, Zürich und anderen Städten geschickt. «Eine Messe wie die Gamescom führt nicht unbedingt zu direkten Resultaten», sagt Vust. Stattdessen werde eine Dynamik geschaffen, wenn die Entwickler regelmässig an Messen, Festivals und Konferenzen dabei sind. «Die Gameentwickler müssen beweisen, dass sie es ernst meinen», sagt der Projektleiter.

Die Rechnung scheint aufzugehen: Immer mehr Schweizer Gamedesigner knüpfen geschäftliche Kontakte mit Publishern in Deutschland und in den USA, gehen Kooperationen zum Beispiel mit der amerikanischen Filmindustrie ein oder veröffentlichen ihr Game auf der Nintendo Switch, wie das an der Gamescom zu sehende Jump'n'Run-Game «Slime-san» vom Studio Fabraz. Das ebenfalls gezeigte «Struckd» wird ebenfalls bereits von Investoren getragen – und von einigen der Games, wie beispielsweise «Pine Seekers», dürfte man in den kommenden Jahren noch mehr sehen und hören.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Death Parade am 24.08.2017 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hm..

    die schweiz sollte sich mühe geben nicht nur billige indis zu entwickeln

  • Alex am 24.08.2017 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Subventionen!

    Ich wäre für Subventionen vom Staat für die Förderung SChweizer(!) Arbeitsplätze in der Games Branche!

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  • Pro Paganda am 25.08.2017 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Besser keine PR als sowas..

    Frau Merkel erkundigt sich nach der Programmiersprache. Was konnte sie danach mit der Information anstellen? Kanzlerkandidatssimulator 2022?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pro Paganda am 25.08.2017 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Besser keine PR als sowas..

    Frau Merkel erkundigt sich nach der Programmiersprache. Was konnte sie danach mit der Information anstellen? Kanzlerkandidatssimulator 2022?

  • Anony Mouse am 25.08.2017 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eintagsfliegen

    Das meiste sind Smartphone und Casual games, und von denen gibts wie Sand am Meer und genau so schnell sind die wieder vergessen. Für richtige AAA Games fehlt hier nicht nur das Knowhow und Umfeld, auch die Lohnkosten und das Risiko sind viel zu hoch als dass sich Investoren finden würden. Schweizer Gamedesigner haben die besten Chancen wenn sie möglichst rasch den sprung nach Übersee schaffen, aber das scheint mir wenig subventionswürdig zu sein da kein Mehrwert zurückfliesst ausser überteuerte games.

  • Saihttam am 24.08.2017 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Hier sollten mal alle!!!

    Die Nörgeler hier sollten mal Schweizer Games kaufen und so in die Schweizer Arbeitsplätze investieren statt Ballergames aus dem nahen und fernen Ausland zu kaufen. Das wäre mal was Kontruktives, oder?

    • Death Parade am 24.08.2017 16:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Saihttam

      ich zocke am liebsten rts und rpg oder jrpg games also nix mit ballergames. und die schweiz macht leider nur 0815 indi zeug

    • Hilwelm Skrim am 25.08.2017 00:45 Report Diesen Beitrag melden

      Absolut

      Kann dir nur zustimmen. Die Schweizer müssen doch endlich erkennen, dass die Spitze der Kreativität in Ego shootern und Anime Wafiu Rundenkämpfen liegt. Besonders mit low budget Produktionen liegt man da ganz vorne im Rennen

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  • Alex am 24.08.2017 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Subventionen!

    Ich wäre für Subventionen vom Staat für die Förderung SChweizer(!) Arbeitsplätze in der Games Branche!

    • qwertz am 25.08.2017 17:02 Report Diesen Beitrag melden

      Falscher Ansatz

      Grosse Games wie Battlefield oder Age Of Empires haben Jahre von Entwicklungszeit und grosse Pre-Investitionen (bsp. Game Engine) - kostet so 2 - 20 Milliönchen, je nachdem was du machen willst. Und erfolgreich damit zu sein ist noch eine ganz andere Geschichte, frag mal die COD Leute^^ Das grosse Problem für CH ist der Markt, wir sind viel zu teuer. Da hilft keine Subvention sondern der allg. IT Markt in der Schweiz muss wettbewerbsfähiger werden. Aber OpenSource technisch könnte man ein CH-Spiel auf die Beine stellen... bsp. Anno 1315, Schlacht von Morgarten^^ RPG + Strategie oder so :D

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  • Death Parade am 24.08.2017 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hm..

    die schweiz sollte sich mühe geben nicht nur billige indis zu entwickeln

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