Nominierte Spiele

11. Januar 2018 20:47; Akt: 11.01.2018 20:47 Print

«Der Swiss Game Award hilft, Türen zu öffnen»

von J. Graber - Zum fünften Mal wird der SGDA Swiss Game Award verliehen. Im Interview erklärt Verbandspräsident Matthias Sala, was den Award speziell macht.

Diese Spiele sind nominiert für den Swiss Game Award. (Video: 20M)
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20 Minuten: Wieso wurde der Swiss Game Award ins Leben gerufen?
Matthias Sala: Mit dem Award wollen wir die Sichtbarkeit steigern, der Preis soll die Medien und Vertreter der Politik auf die Spiele aufmerksam machen. Bei Gründung der Swiss Game Developers Association (SGDA) entschieden wir, uns mit einem Branchenpreis für die Schweizer Games einzusetzen und diese abzufeiern.

Umfrage
Welchem Game würden Sie den Preis verleihen?

Was zeichnet den Award aus?
Wir wollen neuartige Games fördern. Die von einer Jury ausgezeichneten Spiele können auch Exoten sein. Mit dem Award soll der Mut gefördert werden, einzigartige Spiele zu entwickeln.

Welche Bedeutung hat der Game Award für die Entwickler?
Da die ausgezeichneten Games oft weitere, internationale Awards erhalten, ist es schwierig, die Wirkung des Swiss Game Awards abzuschätzen. Sicher aber hilft er, bei Publishern Türen zu öffnen, weil die Spiele schon für gut befunden wurden.

Der Swiss Game Award wird dieses Jahr zum fünften Mal verliehen. Wie hat er sich entwickelt?
Am Anfang wussten wir nicht, was uns erwartet und ob wir überhaupt genügend Spiele für eine Bewertung erhalten. Wir stellten aber schnell fest, dass das Bedürfnis gross war. Jährlich werden mittlerweile 30 bis 50 Games eingereicht.

Was freut dich in der kurzen Geschichte des Awards am meisten?
Die Schweizer Szene ist klein, doch nun bewerben sich auch Entwickler, von denen wir vorher noch nie gehört hatten.

Ein Game, von dem derzeit viel die Rede ist, gehört nicht zu den Finalisten: «FAR: Lone Sails». Wieso?
Um die Zugänglichkeit zu Schweizer Games zu fördern, besagt ein Kriterium, dass das Spiel zumindest als Demo veröffentlicht sein und vom öffentlichen Publikum gespielt werden können muss. Umso gespannter sind wir auf die Release-Version von «FAR» und die Einreichung nächstes Jahr.

Nach welchen weiteren Kriterien werden die Spiele ausgewählt?
Es muss sich um ein Spiel im weitesten Sinn handeln und es durfte nicht schon einmal ausgezeichnet werden. Die Kriterien für die Teilnahme halten wir bewusst sehr offen. Das gibt der Jury viele Freiheiten, beinhaltet aber auch eine grosse Verantwortung. Eine der Stärken der Jury ist, dass sie nicht aus Entwicklern besteht, die sich nur selbst abfeiern*.

Die Finalisten des SGDA Swiss Game Awards

Nach welchen Merkmalen werden die Games bewertet?
Auch hier halten wir es sehr einfach: Welches Spiel hinterlässt den stärksten Eindruck? Wir fördern das gehaltvollste Spiel und nicht nur die Ausrichtung aufs Verkaufspotenzial.

Wo steht die Schweizer Entwicklerszene heute im Vergleich zu den Anfängen des Awards?
Es hat eine unglaubliche Professionalisierung stattgefunden und die meisten Spiele werden heute sehr gut präsentiert. Zwar wird immer noch nicht jedes begonnene Spiel fertiggestellt, aber das gilt ja selbst für grosse Games. Während sich hierzulande früher alle kannten, ist die Szene zudem enorm gewachsen und weniger überschaubar geworden. Das spornt an und inspiriert.

Ein Blick in die Kristallkugel: Was passiert 2018?
Ich sehe viel Potenzial bei den Indie-Studios, die wiederholt erfolgreiche Spiele machen. Politisch wird es ein Schlüsseljahr, da der Bericht zum Postulat von Jacqueline Fehr veröffentlicht wird. Er wird beleuchten, wie Games als Kulturgut und Wirtschaftsgut gefördert werden können. Weiter kommt die Abstimmung über das neue Zürcher Film- und Mediengesetzt im Herbst. Beides hat Auswirkungen auf die Aktivitäten der Studios. Es wird ein spannendes Jahr.

*Der Autor ist Mitglied der diesjährigen Jury.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lok'tar Ogar am 12.01.2018 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Talente

    Wir haben in der Schweiz inzwischen ein gutes Bildungsangebot für Gameentwicklung vor allem Richtung Zürich. Wir sind am Puls der Zeit und dennoch sieht man praktisch nur so kleine Indie-Spiele die international kaum eine Rolle spielen. Die CH-Talente sollen sich mal zusammenschliessen anstatt dass jeder seine eigenes kleines Ding dreht das in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Nehmt euch ein Beispiel an Deutschland. Piranha Bytes schaffen es mit 30 Leuten international erfolgreich zu sein und die sind technisch gesehen nicht besonders herausragend. Sind wir einfach zu unsicher?

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  • Pfannenteller am 12.01.2018 06:11 Report Diesen Beitrag melden

    Um Ehrlich zu sein....

    .... sind alle schrott. Genauso wie das Video. Einfach mal Assi Musik ins Video gemacht. Sorry, das Video ist mal wieder eine Zumutung für die Ohren. Frage mich echt wer bei euch für was verantwortlich ist. Auch die Games machen mich 0 an. Wo sind die guten spiele aus der Schweiz hin? Wo sind die Klassiker aus den 90igern hin? Mich erinnern die Spiele hier wie das Barbi Game oder "Feien auf den Ponnyhof " Aber gut, andere haben vieleicht einen anderen Geschmack.

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  • Parzival am 12.01.2018 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Richtung

    Hat schon mal jemand ein Schweizer Spiel gesehen an dessen Namen er sich noch erinnern kann? Solche Awards sind ein Witz. Schliesst euch mal zusammen und macht etwas Grosses. Solche Indie Games mögen ja Kreativ und Clever sein, trotzdem kenne ich keinen der so was spielen würde auch wenn sie Gratis wären.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Game Designer am 18.01.2018 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Game-Elite

    Als Entwickler selbst finde ich es toll, dass in der Schweiz eine Szene entsteht und ich finde, man darf ja durchaus ein Forum schaffen, um untereinander Preise zu verteilen. Ich befürchte nur, dass der Gamebranche in der Schweiz dasselbe Schicksal blüht, wie es bereits bei den Filmemachenden ist. Ein kleiner, symbiotischer Kreis Auserwählter, die nicht nur die Spiele machen sondern auch an den entsprechenden Hebeln der Förderungsstellen sitzen, die die Gelder für solche Projekte sprechen. Diese Cliquen-Mentalität zieht sich allerdings weltweit in der Indie-Szene durch... Schade.

  • Raz Faz am 13.01.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Türen öffnen

    Der Titel sagt alles. Es hilft Türen zu öffnen. Es geht nicht darum einen Blockbuster zu programmieren, sondern seine Ideen, Vorstellungen, Grafik, Ambiente, Steuerung, Geschichte und Fähigkeiten hineinzubringen. Wer von Euch Kommentarschreibern traut sich zu so etwas zu programmieren? Eben. Es ist als Sprungbrett gedacht und so sollte es auch verstanden werden. Ich finde es gut werden hier Möglichkeiten geboten Spieleprogrammierern eine Plattform zu geben. Was sich daraus entwickelt sieht man eventuell erst nach Jahren. Ich freue mich darauf.

  • STG_CH am 12.01.2018 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welche Gamer hier?

    Falls ihr Gamer seid, könnte euch die Gruppe Spielebörse Schweiz auf Facebook gefallen :) Man kann dort seine Games verkaufen & kaufen. Gerne auch tauschen.

  • Zocker123 am 12.01.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    (un)potetntial

    Sowas würde ich nicht einmal gratis auf mein Smartphone laden...und von PC-Games will ich mal nicht anfangen :)

  • Parzival am 12.01.2018 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Richtung

    Hat schon mal jemand ein Schweizer Spiel gesehen an dessen Namen er sich noch erinnern kann? Solche Awards sind ein Witz. Schliesst euch mal zusammen und macht etwas Grosses. Solche Indie Games mögen ja Kreativ und Clever sein, trotzdem kenne ich keinen der so was spielen würde auch wenn sie Gratis wären.

    • Basti am 12.01.2018 18:07 Report Diesen Beitrag melden

      Kennst du?

      Sagt dir der Name "Landwirtschaftssimulator" vielleicht etwas? Hat sich ziemlich gut verkauft und ist international bekannt.

    • Alumdria841 am 13.01.2018 09:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Basti

      Der Landwirtschaft Simulator gibt es aber auch nebst dem PC für die Konsolen PS4, Xbox one, Nintendo Switch und sogar Nintendo DS und PS Vita. Das kann man von den anderen Indie Games nicht behaupten. Ausserdem wird die Grafik Engine von Jahr zu Jahr besser und die Entwickler hatten in den letzten zwei Jahren einen grossen Stand an der Gamescom.

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