Trumps Stabschef

13. Oktober 2017 05:16; Akt: 13.10.2017 06:14 Print

«Ich bin nicht frustriert und ich kündige nicht»

US-Stabschef John Kelly hat bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte Rücktrittsgerüchte dementiert.

«Das ist ein wirklich, wirklich harter Job»: Stabschef John Kelly. (Video: Tamedia/AP)
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Harter Job – Ja; Frustration oder Rücktritt – Nein: In einem seltenen öffentlichen Auftritt ist Donald Trumps Stabschef John Kelly allen Rücktrittsgerüchten entgegengetreten.

«Ich bin nicht so frustriert, dass ich gehe. Und ich werde auch nicht gefeuert», sagte Kelly am Donnerstag vor der White-House-Presse. Der Ex-General hatte Ende Juli den glücklosen Reince Priebus abgelöst.

«Das ist ein wirklich, wirklich harter Job», sagte Kelly. Es gebe immens viele Herausforderungen. Auch habe er bei seinem Amtsantritt sehr viele Dinge vorgefunden, die aufgeschoben worden waren und eigentlich früher hätten gelöst werden müssen. Er habe in der Tat einen gewissen Grad an Organisation in das Weisse Haus gebracht, sagte Kelly lächelnd – und fügte hinzu, er wolle das aber gewiss nicht als Vorwurf verstanden wissen.

Gutes Feedback

Kelly erhielt von US-Medien sehr viel Lob für seinen Auftritt. Er sei informiert, sachlich, abgewogen, interessiert, freundlich, diplomatisch und souverän gewesen. «Der beste Auftritt von diesem Podium seit neun Monaten», twitterten Reporter.

Das Lob für Kelly speist sich auch daraus, dass sich die White-House-Presse oft harscher Kritik von Trumps Sprechern ausgesetzt sieht oder Fragen sehr ausweichend, gar nicht oder sachlich unkorrekt beantwortet werden.

Kelly hatte erkennbar Spass an seinem rund 30-minütigen Auftritt. In der Sache war der Ex-General trotzdem knallhart und liess keinen Zweifel aufkommen, für wen er arbeitet. Eine der grössten Frustrationen des Präsidenten «sind Sie», sagte er an die White-House-Presse. «Sie alle. Nicht alle, aber viele von Ihnen.» Die Hauptstadtmedien sollten sich bessere Quellen erarbeiten, schlug Kelly vor.

Körpersprache falsch interpretiert

Gefragt, was ihn nachts nicht schlafen lasse, verwies Kelly auf Nordkorea. Ausdrücklich lobte Kelly das US-Aussenministerium, das in dieser Krise einen hervorragenden Job mache. Das ist insofern bemerkenswert, als Trump die US-Diplomatie und Aussenminister Rex Tillerson öffentlich geringgeschätzt hat. Immer öfter verweist Trump auf «andere» Optionen und kann damit kaum andere als militärische meinen.

Auf viral verbreitete Bilder angesprochen, die ihn während verschiedener Trump-Reden in vermeintlich verzweifelter Haltung mit der Hand vor den Augen zeigen, sagte Kelly: «Ihr fotografiert mich immer nur, wenn ich hart nachdenke.»

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • EMM am 13.10.2017 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    ((Ihr fotografiert mich immer nur, wenn ich hart nachdenke)) Man kann über ihn denken was man will, aber er ist der richtige Man für den Job, weil er hart ist :-)

  • Erwin B am 13.10.2017 06:33 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Kündigung

    Er braucht in diesem Job auch nicht zu kündigen - wie im Moment üblich wird er nächstens ganz einfach gefeuert!

  • giorgio1954 am 13.10.2017 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kelly ist gut

    Mit Kelly hat Trump eine gute Wahl getroffen. Leider wird das natürlich von der stramm Anti-Trump ausgerichteten Presse unter den Tisch gewischt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stiller Beobachter am 13.10.2017 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wie viele kommen da noch...

    Bis Trump als Präsident in drei Jahren abgesetzt wird, hat das halbe Parlament im Weissen Haus mitgewirkt. Mit der Zeit kommt noch die Aussage es gäbe zu wenig Fachkräfte für diesen oder dessen Job. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

  • Der Denker am 13.10.2017 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War und eine spezielle Wahl dieser Präsident

    Schade dass im Weissen Haus eine Person so ein Chaos anrichtet. Die meisten der Crew sind Top doch eine Person ist leider am falschen Platz. Ist doch an vielen Orten so. Das ist eben unsere Spezie.

  • giorgio1954 am 13.10.2017 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kelly ist gut

    Mit Kelly hat Trump eine gute Wahl getroffen. Leider wird das natürlich von der stramm Anti-Trump ausgerichteten Presse unter den Tisch gewischt.

    • Beobachter am 13.10.2017 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @giorgio1954

      Und Trump selber? Wenn solche Aussagen kommen dann folgt meist die Kündigung in ein paar Tagen/Wochen. Wir werden sehen. Es scheint das Trump und Kelly das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben. Da nützt es dann auch nichts das er gut ist. Es sei den Trump findet keine neuen Leute mehr.

    • giorgio1954 am 13.10.2017 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beobachter

      Mal sehen. Immerhin ist das Erbe Obama (Scherbenhaufen) auch nicht ganz einfach.

    • threesizzo am 13.10.2017 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @giorgio1954

      es geht weniger darum, ob kelly gut in seinem job ist, als vielmehr, ob er das temperament und die impulse von trump in geordnete bahnen lenken kann. der beste stabchef bringt trump nichts, wenn er nicht auf ihn hört.

    • BK11215 am 13.10.2017 19:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @giorgio1954

      Blödsinn. Die Medien befanden Kelly als eine gute Wahl von Anfang an und tun es immer noch, siehe Artikel.

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  • Erwin B am 13.10.2017 06:33 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Kündigung

    Er braucht in diesem Job auch nicht zu kündigen - wie im Moment üblich wird er nächstens ganz einfach gefeuert!

  • EMM am 13.10.2017 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    ((Ihr fotografiert mich immer nur, wenn ich hart nachdenke)) Man kann über ihn denken was man will, aber er ist der richtige Man für den Job, weil er hart ist :-)